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neue taz-serieGesellschaft im Rüstungsrausch

Europa rüstet auf und die taz schaut genauer hin. Wie wehrfähig ist Europa? Wie wehrfähig muss überhaupt eine Gesellschaft sein? Wer profitiert vom Aufrüstungsboom, wer zahlt den Preis – finanziell, politisch und gesellschaftlich? Gemeinsam, beginnend mit diesen Sommerferienwochen, sucht die taz in der Serie „Rüstungsrausch“ nach Antworten. Betreut wird das Projekt von den taz-Redakteur*innen Cem-Odos Güler und Anastasia Zejneli.

Denn die sogenannte Zeitenwende hat Deutschland und Europa grundlegend verändert. Binnen weniger Jahre sind Milliarden für die Aufrüstung beschlossen worden, die Bundeswehr soll größer und schlagkräftiger werden. Doch mit den steigenden Verteidigungsausgaben wachsen auch die Fragen: Wofür konkret wird das Geld ausgegeben? Welche Waffensysteme werden wo gebaut und wer profitiert davon? Wie funktionieren die europäischen Rüstungsnetzwerke und wer kontrolliert sie überhaupt noch?

Unsere Au­to­r:in­nen recherchieren dabei sowohl die militärischen als auch die gesellschaftlichen Dimensionen der Aufrüstung. Wir schauen uns an, wo neue Projekte entstehen – zum Beispiel solche, die mit Marineeinheiten oder mit Drohnen zu tun haben. Und wollen über ihre internationalen Verflechtungen berichten. Gleichzeitig blicken wir auf die gesellschaftlichen Folgen des Umbaus: Wie verändert sich das Bild der Bundeswehr? Wie wird sie heute inszeniert? Welche Rolle spielt die Wehrpflicht, die in Ländern wie Kroatien bereits zurückgekehrt ist? Und welche Debatten könnten auch Deutschland bevorstehen?

Die Diskussion über Aufrüstung hat längst den Bundestag verlassen und prägt den Alltag: Friedenspolitik wird neu verhandelt, militärische Stärke gilt vielen wieder als selbstverständlich, während gleichzeitig über Einsparungen im Sozial- und Klimabereich diskutiert wird. Die taz möchte verstehen, wie diese Entwicklungen zusammenhängen und was sie für Europa bedeuten. Auch in der taz selbst gab es einen großen Umbruch zu Beginn von Russlands Invasionskrieg in der Ukraine 2022. Friedensbewegte Stimmen forderten Waffenlieferungen, andere fragten, wie ein moderner Pazifismus aussehen kann. Denn die Frage ist nicht nur, wie wehrfähig Europa wird, sondern auch, welche Gesellschaft dabei entsteht.

Anastasia Zejneli

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen