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Weihnachten hinter Gittern„Ich frage mich, wie es Menschen im Knast geht“

Kommentar von

Christian Specht

Unser Kolumnist stellt sich Gefängnisse nicht schön vor, gerade an Weihnachten. Er würde gerne mehr über die Insassen wissen, auch gerne in Podcastform.

C hristian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe Berlin. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“.

Das ist das Gefängnis in Moabit. Davor stehen ein paar Poller, die die Zufahrt beschränken. Ich war noch nie im Gefängnis, aber ich glaube, dass es da drin nicht schön ist und dass die Leute nicht viel machen können in ihrer Zelle.

Besonders traurig ist es bestimmt für Menschen, die keinen Besuch bekommen von der Familie oder aus der Bekanntschaft. Gerade auch an Weihnachten ist das bestimmt sehr traurig und einsam. Viele wären bestimmt froh, wenn sie nicht im Knast wären. Manche haben sich da drinnen ja auch schon das Leben genommen.

Ich würde gerne genauer wissen, wie es den Menschen im Knast geht. Vielleicht könnte die taz mal einen Podcast starten, in dem Leute aus ihrem Leben im Knast erzählen. Ich würde mir das anhören.

An Silvester gibt es immer eine Demo am Knast in Moabit, die für die Leute drinnen laut ist. Da war ich auch schon mal. Ich finde das gut. Nur das Böllern mag ich nicht so gerne.

Protokoll: Tobias Bachmann

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Christian Specht

Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich   für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in   den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung   im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet   (un)regelmäßig den „Specht der Woche”. Mehr von Christan Specht gibt es   auf seiner Homepage (s. Button).
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