Was fehlt ...: ... die Gemeinschaftskasse
Dass Geld nicht einfach vom Himmel fällt, hat wohl jedes Kind von den Eltern gehört. Und sie haben gelogen. In der Kölner Innenstadt gab es nämlich einen echten Geldregen, als Aktivisten 3.500 Euro auf Passanten rieseln ließen.
Hintergrund ist allerdings nicht eine nett gemeinte Taschengeldspritze vor den Sommerferien, sondern eine soziale Zukunftsvision: Mit einer globalen Gemeinschaftskasse, in die jeder einen winzigen Teil seines Privatvermögens einzahlen würde, könnte man Armut und Hunger den Kampf ansagen. Das Geld müsste man auch nicht aufwändig mit Ballons vom Himmel fallen lassen, man könnte es gutmütig verteilen an die, die es brauchen. Die Geld-Regenmacher haben also eine große Idee.
Angekommen ist diese bei den Kölnern aber weniger. Das Geld wanderte nicht selbstlos in eine soziale Geldkassette, sondern wohl in die Kassen der Shopping Malls. Zum Glück wollten die Aktivisten noch etwas anderes, nämlich Spaß haben. Das ist sicher keine Utopie. (dpa/mtr)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert