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WM-Gastgeber gegen InfantinoNächster Verband stellt sich gegen Fifa-Plan

Die Uefa leistet massiven Widerstand gegen den in dieser Woche vorgeschlagenen Investorendeal der Fifa. Nun erhalten die Europäer unerwartete Unterstützung.

dpa | Nach der WM-Boykottdrohung der europäischen Verbände hat Fifa-Präsident Gianni Infantino den nächsten schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband Concacaf lehnt die in dieser Woche verkündeten Investorenpläne geschlossen ab, wie der Verband nach einer gemeinsamen Sitzung mitteilte.

Damit positionieren sich auch die drei WM-Gastgeber USA, Mexiko und Kanada gegen Infantino, der den 211 Mitgliederverbänden Einnahmen in vierfacher Höhe in Aussicht gestellt hatte. Mit den 55 Stimmen der Europäer und den 35 Stimmen aus Nord- und Mittelamerika dürfte es für den Fifa-Boss schwierig werden, überhaupt eine Mehrheit zu erreichen.

Die Fifa hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Laut Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Der Stichtag soll demnach der 19. September sein.

Verbände kritisierten Verfahren und Frist

Die Uefa hatte ein paar Stunden vorher verkündet, einstimmig alle Fifa-Spiele zu boykottieren, wenn der Weltverband an seinem angekündigten Plan festhalte. „Europas Position ist eindeutig. Wir werden diesem Modell niemals unsere Legitimität verleihen. Niemand hat das moralische Recht, etwas zu verkaufen, das er lediglich treuhänderisch für die nächste Generation verwaltet“, hieß es von der Uefa.

Einen Boykott drohten die Verbände in Nord- und Mittelamerika zwar nicht an. Sie äußerten aber hinsichtlich des fehlenden ordnungsgemäßen Verfahrens, der künstlich verkürzten Frist und des Fehlens jeglicher Prüfung oder Genehmigung durch die zuständigen Fifa-Gremien ihren Unmut und deutliche Kritik.

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