Vor der türkischen Küste: Dutzende Flüchtlinge ertrunken
Bei zwei Bootsunglücken im Mittelmeer sind mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Dies berichteten türkische Medien am Montag.
afp | Bei zwei Bootsunglücken vor der türkischen Küste sind Medienberichten zufolge mehr als 30 Flüchtlinge ertrunken. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Dogan starben 22 Menschen, als ihr Boot in der Ägäis sank. Bei einem weiteren Unglück seien elf Flüchtlinge ums Leben gekommen.
Das erste Boot sank auf dem Weg von der türkischen Küstenstadt Izmir zur griechischen Insel Lesbos, wie Dogan meldete. Dabei seien elf Menschen ertrunken, drei Insassen seien von der türkischen Küstenwache gerettet worden.
Kurz darauf havarierte ein weiteres Flüchtlingsboot in den Gewässern vor der Küstenprovinz Balikesir, dabei starben 22 Menschen. Ziel der Passagiere war laut Dogan ebenfalls Lesbos. Woher die Opfer der beiden Unglücke stammten, blieb zunächst unklar.
Trotz des Winterwetters begeben sich immer noch jede Woche tausende Menschen auf die gefährliche Überfahrt in Richtung Europäische Union. Mehr als 200 Menschen kamen dabei seit Jahresanfang ums Leben oder gelten als vermisst.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 90 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert