Unruhe im Nahost-Konflikt: Israel schlägt zurück
Israelische Flugzeugeuge haben Angriffe auf den Gazastreifen geflogen. Militante Palästinenser hatten zuvor binnen zehn Tagen zwei Mal Raketen abgefeuert.
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dpa | Nach einem weiteren Raketenangriff von militanten Palästinensern auf den Süden Israels haben israelische Kampfflugzeuge Angriffe auf den Gazastreifen geflogen. In der Nacht zum Donnerstag seien drei Ziele der „Terror-Infrastruktur“ der radikal-islamischen Hamas attackiert worden, teilte die israelische Armee mit. „Israelis und Palästinenser verdienen es, ein normales Leben zu leben, doch stattdessen wählt die Hamas, den Gazastreifen als Abschussrampe für Raketenangriffe zu nutzen“, sagte Militärsprecher Peter Lerner. Israel werde auf derartige Aggression reagieren.
Militante Palästinenser hatten am späten Mittwochabend zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Die Raketen schlugen nach Armeeangaben auf offenem Feld ein, Verletzte wurden nicht gemeldet.
Es ist der zweite Angriff dieser Art binnen zehn Tagen. Am 26. Mai war erstmals seit Monaten wieder eine Rakete im Süden Israels eingeschlagen. Israelische Kampfflugzeuge attackierten daraufhin militärische Ausbildungszentren im Gazastreifen.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte am Montag den Gazastreifen besucht und neue internationale Anstrengungen für eine Öffnung des Palästinensergebietes verlangt. Die Situation der 1,8 Millionen Palästinenser sei nach jahrelanger Blockade unerträglich. Zugleich warnte er vor einem neuen Krieg zwischen Palästinensern und Israel. „Wir sitzen hier auf einem Pulverpass. Wir müssen aufpassen, dass es sich nicht entzündet.“
Israel und die Palästinenser hatten nach dem jüngsten Gaza-Krieg Ende August vergangenen Jahres eine unbefristete Waffenruhe verkündet. In dem 50-tägigen Krieg waren rund 2200 Palästinenser und mehr als 70 Israelis getötet worden.
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