US-Präsident Trump über seine Infektion: Covid ein „Segen Gottes“
Es gibt nur wenige Infos über Trumps Gesundheitszustand. Eigenen Aussagen zufolge gehe es ihm bestens. Symptome soll der US-Präsident keine mehr haben.
dpa | US-Präsident Donald Trump hat seinen Landsleuten eine kostenlose Covid-19-Behandlung mit Antikörpermitteln versprochen, wie er sie bekommen hat. „Ich nenne es ein Heilmittel“, verkündete Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Video. Er wolle den raschen Einsatz der Arzneien mit einer außerordentlichen Erlaubnis ermöglichen.
Der US-Präsident war vergangene Woche mit einem noch experimentellen Mittel der Biotech-Firma Regeneron behandelt worden. Danach habe er sich binnen 24 Stunden „großartig“ gefühlt, schwärmte Trump.
„Ich will, dass Sie bekommen, was ich bekommen habe – und ich werde es kostenlos machen.“ Es gebe „hunderttausende Dosen“ davon, und man wolle sie so schnell wie möglich in die Krankenhäuser bringen. Das Militär sei für die Verteilung zuständig, sagte Trump. „Das nennt man Logistik.“ Unklar ist allerdings, ob und wie der Zulassungsprozess für so neue Medikamente beschleunigt werden kann.
Es sei „Gottes Segen“ gewesen, dass er an Covid-19 erkrankt sei, sagte Trump weiter. Dadurch sei er auf die Antikörperbehandlung aufmerksam geworden. „Ich hatte von diesem Medikament gehört. Ich sagte, lasst mich das nehmen. Es war mein Vorschlag. Und es war unglaublich, wie es gewirkt hat“, sagte Trump. „Und wenn ich mir das nicht eingefangen hätte, hätten wir es nur in einer Reihe mit anderen Medikamenten betrachtet.“
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A MESSAGE FROM THE PRESIDENT! pic.twitter.com/uhLIcknAjT
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) October 7, 2020
Trump standen neben dem für gewöhnliche Bürger nicht erhältlichen Medikament auch mehrere Spitzenärzte rund um die Uhr zur Verfügung. In den USA sind bereits mehr als 211.000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben.
Experten vermuten schon seit längerem, dass eine Antikörperbehandlung ein effizienter Weg zur Covid-19-Bekämpfung sein kann. Allerdings gibt es bisher noch wenig Erfahrungen damit. Regeneron hatte wenige Tage vor Trumps Behandlung erst einen Test mit 275 Patienten bekanntgegeben. Die Antikörper richten sich gegen zwei Regionen des Spike-Proteins auf der Oberfläche des Sars-CoV-2-Virus.
Trump ist nach seiner Infektion rund einen Monat vor der Präsidentenwahl am 3. November noch weiter in den Umfragen zurückgefallen. In jüngsten landesweiten Erhebungen stieg der Vorsprung des Herausforderers Joe Biden auf bis zu 16 Prozentpunkte. Biden sagte zu Trumps Video: „Es ist eine Tragödie, dass der Präsident mit Covid umgeht, als wäre es etwas, worüber man sich keine Sorgen machen braucht, während bereits 210.000 Menschen gestorben sind.“
Trump hatte seine Landsleute in den vergangenen Tagen aufgerufen, keine Angst vor dem Coronavirus zu haben – und auch gesagt, dass er sich besser fühle als vor 20 Jahren.
Zurück im Oval Office
Der Präsident verließ am Mittwoch im Weißen Haus sein Wohnquartier und suchte seinen Arbeitsplatz im Oval Office auf. Geht man von dem am Donnerstag bekanntgegebenen positiven Test aus, könnte Trump noch ansteckend sein. Das Weiße Haus will schon seit Tagen keine Auskunft darüber geben, wann der Präsident zuletzt negativ auf das Coronavirus getestet wurde.
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Abgesehen von seinen eigenen Beteuerungen, es gehe ihm bestens, gibt es über Trumps Gesundheitszustand seit der Rückkehr aus dem Krankenhaus am Montagabend nur wenige Informationen. Am Mittwoch hieß es wie schon am Vortag, dass der Präsident keine Symptome mehr habe.
Trump sagte in seinem Video zudem: „China wird einen hohen Preis dafür bezahlen, was sie der Welt angetan haben. Es war Chinas Schuld.“ Der US-Präsident wirft der chinesischen Regierung bereits seit langem vor, die Ausbreitung des Coronavirus nicht schnell genug gestoppt zu haben und damit hauptverantwortlich für die globale Pandemie zu sein.
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