Türkisch-griechische EU-Außengrenze: Grenzzaun soll verlängert werden

Griechenland will die Grenze zur Türkei vollständig abriegeln. Die Regierung fürchtet, dass Erdogan Migranten als Druckmittel einsetzen könnte.

Ein Wachturm mit türkischer Fahne lässt sich durch Ringe von Stacheldraht erblicken.

Da hatte der Zaunbau gerade erst begonnen: Blick auf einen türkischen Wachturm im Februar 2012 Foto: reuters

ATHEN dpa | Die griechische Regierung will die Grenze zur Türkei im Nordosten des Landes vollständig gegen Migranten abriegeln. Die bestehenden 35 Kilometer Grenzzaun sollen dazu um 80 Kilometer verlängert werden, sagte Migrationsminister Notis Mitarakis am Sonntag dem Sender Skai. Damit seien all jene Regionen abgesichert, die sonst zu Fuß passiert werden könnten.

Hintergrund sind die aktuell starken Spannungen zwischen Athen und Ankara. Die beiden Nato-Mitglieder streiten über Erdgas, Hoheitsgebiete und viele andere Themen. Zuletzt hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis existiere für ihn nicht mehr und damit den Gesprächsfaden abgeschnitten.

Nun fürchtet Athen, dass Erdogan erneut Migranten als Druckmittel einsetzen könnte, so wie 2020, als er die Grenze zu Griechenland am Fluss Evros für geöffnet erklärte und Tausende Menschen sich auf den Weg dorthin machten.

Die Zahl der versuchten illegalen Einreisen hatte zuletzt deutlich zugenommen. Allein seit Jahresbeginn seien rund 40 000 Übertritte verhindert worden, sagte Bürgerschutzminister Takis Theodorikakos demselben Sender am Sonntag.

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