Studie zu Geldbranche und Biodiversität: Banken ruinieren Fauna und Flora

Die 50 größten Geldinstitute beschleunigen mit Billionenkrediten das globale Artensterben – und planen nicht, das in Zukunft zu kontrollieren.

Eine lange Straße führt zu einem Kohlekraftwerk

Banken verdienen massiv mit Geldanlagen in Industriezweigen wie Straßenbau und fossile Energien Foto: Christoph Hardt/imago

BERLIN taz | 2019 haben die 50 größten global agierenden Banken der Welt Darlehen und Garantien in Höhe von mehr als 2,6 Billionen US-Dollar in Wirtschaftssektoren investiert, die maßgeblich für den Verlust der biologischen Vielfalt verantwortlich sind. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der neuen Initiative Portfolio Earth, die der taz vorab vorliegt.

Ob Straßenbau, fossile Energien, Bergbau, Landwirtschaft oder Tourismus: Geldinstitute wie die Bank of America, Citigroup, JP Morgan Chase oder BNP Paribas verdienen laut der Untersuchung massiv mit Geldanlagen in diesen Industriezweigen, obwohl sie damit der Biodiversität schaden.

Die Deutsche Bank erreichte in dem Ranking Platz 17. Zusammen mit der deutschen DZ Bank finanzierte sie 2019 biodiversitätsgefährdende Projekte in Höhe von 75 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Die sechs untersuchten US-Banken kamen insgesamt auf 878 Milliarden Dollar.

Für die Untersuchung wurden die Kredit- und Versicherungsgeschäfte der Geldinstitute auf ihre Auswirkungen auf Fauna und Flora untersucht. Keine der Banken hatte Pläne, die Folgen ihrer Tätigkeit für die biologische Vielfalt zu kontrollieren. Sie verfügten auch nicht über Ideen, wie das weltweite Artensterben aufzuhalten sei.

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