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Starke Zivilstimmen verstärken

Der taz Panter Preis feiert sein 20. Jubiläum. Unter dem Motto „Zusammen:Halt! – für ein friedliches und menschliches Miteinander“ wird er am 7. Juni in Halle und am 5. Juli in Bochum verliehen

Von Ole Schulz

Vor einer Woche ist die Bewerbungsfrist für den taz Panter Preis abgelaufen. Eine taz-interne Jury wird nun acht Personen und Projekte nominieren, anschließend wird die taz-Community und weitere Interessierte im Mai zwei Panter Preis­trä­ge­r*in­nen küren – die erste Preisverleihung wird schließlich im Juni im sächsisch-anhaltinischen Halle stattfinden.

Hier stehen im Herbst 2026 Landtagswahlen an. Grund genug den von der taz Panter Stiftung ausgelobten Panter Preis für zivilgesellschaftliches Engagement, der im Jahr seines 20. Jubiläums unter dem Motto „Zusammen:Halt! – für ein friedliches und menschliches Miteinander“ steht, in Halle zu verleihen. Es geht nun darum, die demokratischen Kräfte vor Ort zu fördern und zu vernetzen. Denn angesichts der rechten Dominanz ist es hier weiterhin wichtig, zivilen Ak­teu­r*in­nen eine Stimme zu geben und Öffentlichkeit zu verschaffen – um zumindest demokratische Kerne zu erhalten.

Rund um die Panter Preisverleihung am Sonnabend, den 7. Juni, haben wir von mittags bis abends ein umfangreiches Programm geplant – umsonst und draußen auf dem Gelände des Peißnitzhauses auf der gleichnamigen Insel an der Saale im Grünen. In unserer neuen Talk-Reihe „lost & found“ wird es darum gehen, wie Kulturprojekte in strukturschwachen Räumen Ostdeutschlands gestärkt werden können – allen Anfeindungen gegen die Zivilgesellschaft zum Trotz.

Was als nächstes passiert

Vom 30. April bis 17. Mai findet unter taz.de/panterwahl die Abstimmung darüber statt, wer die zwei taz Panter Preise gewinnt. Der Eintritt zu den Panter Preisverleihungen in Halle und Bochum ist frei, eine Anmeldung unter taz.de/panter ist aber erforderlich. Der taz Panter Preis wird durch Sponsoren und Spenden finanziert: taz.de/spenden

Zudem wird es ein Konzert der Orchester-Akademie Halle geben, und der von Dennis Chiponda moderierte Ost-trifft-West-Podcast „Mauerecho“ wird live gesendet. Den Dia­log zwischen Ost und West wollen wir auch dadurch unterstützen, dass der Panter Preis einen Monat später weiter ins Ruhrgebiet zieht. Hier wird der zweite Preis am Samstag, den 5. Juli, im Bochumer Three Sixty verliehen.

Was Sachsen-Anhalt und das Ruhrgebiet miteinander verbindet? Beides sind strukturschwache Regionen. Allerdings ist der Ruhrpott immer noch eine SPD-Hochburg, wobei die traditionellen politischen Präferenzen zunehmend an Bedeutung verlieren und rechte Kräfte insbesondere in ärmeren Wahlkreisen stark zugelegt haben. Auch hier zeigt sich: Der Kampf für eine offene Gesellschaft ist bei allen regionalen Unterschieden eine bundesweite Aufgabe, die uns alle betrifft.

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