Spenden-Plattform hilft Edward Snowden

Sammeln für den Whistleblower

Unterstützer haben die Plattform freesnowden.is erstellt, um Edward Snowdens Anwaltskosten zu finanzieren. Eine ähnliche Aktion für Wikileaks scheiterte vor drei Jahren.

Hier wird ein Sparschwein für Edward geschlachtet... Bild: dpa

BERLIN taz/dpa | Wikileaks und der Journalistic Source Protection Defence Fund (JSPDF) haben im Internet eine Spendenplattform für den Whistleblower Edward Snowden gestartet. Bisher sind über 31.000 Dollar eingegangen. Was Snowden selbst zu der Plattform sagt, ist nicht bekannt.

Auf freesnowden.is gibt es fünf Vorschläge, wie Interessierte dem Ex-Geheimdienstmitarbeiter helfen können. Außerdem werden Fragen zu Snowden beantwortet. Es wird erklärt, wer er ist, was er getan hat und welche Reaktionen das ausgelöst hat.

Die Spenden gehen auf ein PayPal-Konto – wie auch die gesammelten Gelder für Wikileaks, die allerdings nicht mehr weitergeleitet wurden. Die US-Finanzunternehmen Visa, Mastercard und PayPal haben vor drei Jahren alle Transaktionen an Wikileaks gestoppt. Daraufhin geriet die Enthüllungsplattform in akute finanzielle Schwierigkeiten, die Sperre soll mehr als 95 Prozent der Spenden von Unterstützern an WikiLeaks gestoppt haben.

Im Juli diesen Jahres hatte Wikileaks dann Erfolg in Island: Ein Gericht entschied, dass die seit 2010 bestehende Sperre von Spendenzahlungen per Kreditkarte an das Enthüllungsportal illegal ist. Womöglich hat die Internetseite für Edward Snowden auch deshalb eine isländische Domain.

Von dem Geld sollen Snowdens Anwaltskosten bezahlt werden, schrieb der US-Journalist Glenn Greenwald in der Nacht auf Twitter. Snowden hatte dem britischen Enthüllungsreporter Geheimdienst-Unterlagen übergeben, die dieser fortlaufend veröffentlicht. Darunter befinden sich unter anderem Dokumente zur Spionage der NSA in Deutschland. Snowden hat in Russland Asyl erhalten.

Einmal zahlen
.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben