Seenotrettung im Mittelmeer: Sea-Watch darf in Sizilien anlegen

Die 461 geretteten Menschen dürfen auf der italienischen Insel von Bord gehen. Nach Tagen auf dem Wasser hatte die Besatzung den Notstand ausgerufen.

Gerettete winken aus einem Gummiboot

Rettungsaktion der sea-watch am 21. November Foto: Carrasco/Sea-Watch via reuters

BERLIN epd | Die Sea-Watch 4 hat am Freitagnachmittag einen Hafen zugewiesen bekommen. Die 461 im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge dürfen in Augusta auf Sizilien an Land gehen, wie die Betreiberorganisation Sea-Watch auf Twitter mitteilte. Zuvor hatte die Crew des Rettungsschiffes wegen des schlechten Wetters den Notstand an Bord ausgerufen.

Die Crew der „ea-Watch 4“hatte die Menschen seit vergangenem Donnerstag bei sieben Einsätzen gerettet. Mehrere Flüchtlinge und Migranten mussten bereits wegen gesundheitlicher Probleme von der italienischen Küstenwache evakuiert werden. In der Nacht zu Freitag verloren nach Angaben der Seenotretter vier Menschen wegen der Kälte das Bewusstsein.

In den letzten Monaten ist die Zahl der Menschen, die die Überfahrt von Libyen nach Italien wagen, deutlich gestiegen. Laut dem italienischen Innenministerium kamen in diesem Jahr bislang rund 59.700 Flüchtende in Booten in Italien an. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum fast 32.500.

Das Mittelmeer zählt zu den tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bislang mindestens 1.645 Menschen bei der Überfahrt ums Leben gekommen oder werden vermisst.

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