Schluss mit dem "Courier": Microsoft gibt Tablet auf
Ein Konkurrent weniger im Rennen um den Tablet-Computer. Microsoft stellt sein Projekt "Courier" ein. Zudem will HP offenbar nicht mehr Windows 7 für künftige Tablets einsetzen.
NEW YORK afp/taz | Der US-Softwareriese Microsoft gibt offenbar sein Projekt für einen eigenen Tablet-PC vorerst auf. Über das Vorhaben unter dem Codenamen "Courier" sei in den vergangenen Monaten viel spekuliert worden", erklärte Microsoft am Donnerstag.
"In unserem Unternehmen werden zu jeder Zeit neue Ideen untersucht, getestet und ausgebrütet." "Courier" sei ein Beispiel dafür, allerdings würde die entsprechende Technologie lediglich "für die Verwendung in neuen Microsoft-Angeboten geprüft", betonte das Unternehmen.
Der Microsoft-Konkurrent Apple hatte Anfang April seinen Tablett-PC iPad herausgebracht und damit einen neuen Boom ausgelöst. Microsoft hatte bereits gemeinsam mit dem Computerbauer Hewlett Packard ein Konkurrenzprodukt zum iPad vorgestellt, den "Slate".
Laut dem Technologieblog TechCrunch hat HP sogar die Entwicklung aller Slates auf Grundlage von Windows 7 eingestellt – da es nicht gut angepasst und mit den dazu nötigen Intel-Mikroprozessoren zu energiehungrig sei. Das spricht dafür, dass HP künftig Tablets entwickeln könnte, die mit dem Betriebssystem WebOS betrieben werden. Dieses Betriebssystem hat HP mit der Übernahme von Palm eingekauft.
Microsoft entwickelte im "Courier"-Projekt nach Angaben von Branchendiensten einen Tablet-PC, der aus zwei berührungsempfindlichen Bildschirmen besteht und wie ein Buch zusammengeklappt werden kann. Mit einem Stift sollte es möglich sein, Notizen zu machen. Microsoft hatte das Projekt aber nie kommentiert oder bestätigt, wie der Konzern am Donnerstag nochmals betonte.
Tablet-PCs sind eine neue Klasse von Geräten zwischen Notebook und Handy. Der Rechner ist bei ihnen in einen berührungsempfindlichen Bildschirm eingebaut, über welche die Geräte bedient werden können.
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