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Aus Kampala Simone Schlindwein

Grace Nakato spaziert mit ihren achtjährigen Zwillingen durch den Botanischen Garten am Ufer des Victoriasees in Uganda. Am Sonntagnachmittag herrscht hier reges Treiben: Familien picknicken, Kinder spielen, Affen klettern in den Bäumen.

Es gibt viel zu entdecken. „Mami, was ist das denn?“, fragt eines der Mädchen und hält einen morschen Klumpen hoch, der unweit eines Baumes im Gras lag. „Das ist ein Stück von einem Ameisenhaufen“, erklärt die 36-jährige Mutter und zeigt auf einen Baum: Rund um den Stamm türmt sich ein gewaltiger Ameisenhügel, größer als Nakato selbst. „Die Ameisen suchen sich einen Baum aus, der bald abstirbt, sie können das riechen oder spüren“, erläutert Nakato und nährt sich dem gewaltigen löchrigen Haufen: „Sie bauen sich darin ihr Nest und leben hier unter der Erde. Ist das nicht erstaunlich?“

Die Zwillinge nicken und blicken vorsichtig in die Löcher: Fast zwei Zentimeter große Ameisen krabbeln heraus. Sie haben schwarze Körper, rote Köpfe und einige rote Flecken am Rücken. Sie sind so groß, dass man selbst ihre behaarten Beine und die Kieferwerkzeuge gut erkennt. Zu Hunderten durchstreifen sie das Gras auf Nahrungssuche. Nakato dreht sich, zeigt ihren Mädchen weitere Ameisenhügel, etwa hundert Meter entfernt. „Manche unterirdischen Nester sind größer als ein Fußballfeld, darin leben Millionen von Ameisen.“

Die Mädchen staunen. In Afrika lernen schon Kleinkinder, die meist draußen spielen, zu unterscheiden, welche Ameisen sie meiden müssen, weil sie beißen oder bei Berührung brennen, und welche harmlos sind. Denn Ameisen sind allgegenwärtig: im Gras, unter Steinen, im Fundament von Gebäuden, in Küchen und Kinderzimmern – man wird sie kaum los.

„Ameisen sind hier bei uns in Afrika ein ganz wichtiger Bestandteil des Ökosystems“, erklärt Dino Martins. Der kenianische Entomologe und ehemaliger Direktor des Turkana-Basin-Instituts in Kenia ist einer der führenden Ameisenforscher des Kontinents. „Ich habe schon Ameisen studiert bevor ich richtig laufen konnte“, lacht er im Onlineinterview mit der taz in die Kamera.

Im Hintergrund wuchert ein Garten in Nairobi. Martins macht derzeit ein Sabbatjahr, erzählt er. Doch auch in seiner Freizeit dreht sich alles um die kleinen Tiere. Gerade ist er von einer Safari durch die Nationalparks zurückgekehrt – nicht, um Elefanten und Giraffen zu sehen, sondern um Ameisen zu erforschen. „Aus ökologischer Sicht sind Ameisen wahrscheinlich sogar noch wichtiger als Elefanten, da sie als Ingenieure des Ökosystems und als Schlüsselarten fungieren“, so Martins.

Viele Ameisenköniginnen leben bis zu 40 oder gar 50 Jahre und bilden Kolonien aus, die ebenso alt werden. „Indem sie den Untergrund aushöhlen, bilden sie eine Art Abflusssystem für Regenwasser“, so Martins: „Sie sammeln Samen und verteilen diese wieder, dadurch tragen sie maßgeblich zur Vielfalt der Pflanzen bei.“

Ameisen aus Afrika sind weltweit begehrt. In den letzten Jahren haben Behörden am Flughafen Nairobi mehrfach Schmuggler festgenommen, die Tausende Ameisenköniginnen im Handgepäck außer Landes bringen wollten. „Ameisengang“ nannte sich eine Bande von vier jungen Männern, die 2025 bei der Gepäckkontrolle aufflog.

Unter ihnen waren auch zwei 19-jährige Belgier, die knapp 5.500 Königinnen der Gattung Messor Cephalotes, auch Afrikanische Riesenernteameisen genannt, in kleinen Kapseln verpackt in ihren Rucksäcken nach Europa schmuggeln wollten. Sie gilt als größte Ameisenart der Welt. Der Marktwert der Lieferung: über eine Million Euro.

Im März dieses Jahres stoppten die Behörden einen Chinesen, der mehr als 2.000 Riesenernteameisen in die Heimat bringen wollte. 2023 wurden drei Kenianer festgenommen, die afrikanische Ameisen nach Frankreich ausführen wollten. Doch die Ausfuhr von Wildtieren ist in Kenia verboten. Die Schmuggler erhielten Geld- und Haftstrafen.

„Ich war sehr schockiert“, berichtet Martins von dem Moment, als er im Frühjahr in den Nachrichten von den erneuten Verhaftungen hörte. „Denn die Fälle häufen sich nun“, so der Insektenforscher. Er wurde mehrfach von den Zollbehörden gebeten, die beschlagnahmten Ameisen zu identifizieren: „Die Anzahl der geraubten Tiere, insbesondere der Königinnen, ist verheerend“, seufzt er und erklärt: Bei den in Kapseln verpackten Ameisen handelte es sich um junge Königinnen, die noch Flügel haben und ausfliegen, um neue Nester zu gründen: „Wenn man die Königinnen in diesem kritischen Moment sammelt, unterbricht man den Zyklus der Entstehung neuer Kolonien.“

In Europa, Asien, den USA und Australien hält vor allem unter jungen Leuten ein Trend Einzug: Sie halten Ameisen als Haustiere im Wohnzimmer und beobachten ihr Verhalten – in gläsernen Terrarien, in denen die Königin nistet und Tausende Nachkommen zeugt, so Michael Meier, ein Ameisenhalter aus Süddeutschland, der nicht mit seinem richtigen Namen genannt werden will.

„Bei mir hat es mit der Ameisenhaltung während des Studiums angefangen“, erzählt der etwa 40-Jährige im Onlineinterview mit der taz. Er wuchs mit Haustieren auf, hatte aber im Studium keine Zeit für Hund oder Katze. „Irgendwann bin ich zufällig auf einen Artikel gestoßen, dass man auch Ameisen zu Hause halten kann“, lacht Meier und nennt den Vorteil: „Bei Ameisen ist das Ganze so: ob ich heute oder morgen füttere – ist egal.“ Sie bekommen meist Zuckerwasser oder Honig, das kostet pro Kolonie rund 20 Euro im Jahr, erklärt er.

Im Internet findet Meier alles für sein Hobby: Terrarien, Pflanzen, sogar die Ameisen selbst. Viele Onlineshops bieten mit wenigen Klicks exotische Arten aus Afrika, Asien oder Lateinamerika an. „African Ants“ heißt die Kategorie, mit der viele Shops Ameisenhalter in Europa locken. Auch Afrikanische Riesenernteameisen, wie sie am Flughafen in Kenia beschlagnahmt wurden, stehen im Angebot.

Eine solche Königin kostet online oft über 200 Euro. Auch Meier kaufte sich während des Studiums eine Art aus Kenia, hielt damals 29 Kolonien in einem eigens eingerichteten Zimmer, das auch als Büro diente. Als er mit seiner Freundin zusammenzog, reduzierte er das Hobby: Jetzt hält er nur noch vier Kolonien.

Die Onlinehändler sind scheu. Die taz schrieb mehr als zehn Händler in Deutschland und Europa an. Einige zeigten Interesse an einem Interview, wollten aber die Fragen vorher wissen. Selbst Händler, die auf ihrer Website „ethischen“ Handel und „Importgenehmigungen“ betonen, winken bei der Frage zu Herkunft und dem Handel ab oder antworten nicht mehr.

Denn der Handel bewegt sich im rechtlichen Graubereich. Ameisenhalter Meier hat sich informiert und erklärt: „Über 90 Prozent der Ameisen, die man online bestellen kann, sind Wildfänge, da man Ameisen an sich nicht züchten kann“, stellt er klar. Viele Arten pflanzen sich nur beim Schwarmflug fort. Dafür müssen Jungköniginnen und Männchen von ihren Kolonien abfliegen und sich in der Luft oder am Boden paaren, erklärt Meier: „Solche Schwarmflüge kann man nicht zu Hause nachbilden.“

In den letzten Jahren haben Behörden am Flughafen Nairobi mehrfach Schmuggler festgenommen, die Ameisenköniginnen außer Landes bringen wollten

Ameisen gelten laut Washingtoner Artenschutzabkommen, überwacht von Cites, nicht als gefährdet. Ihr Handel ist damit nicht ausdrücklich verboten, aber auch nicht reguliert. Länder wie Kenia verbieten zwar die Ausfuhr aller Wildtiere, doch im Gepäck geschmuggelt, bleiben die kleinen Tiere von den Zollbehörden oft unentdeckt.

Kommen Pakete per Post in Europa beim Zoll an, dann ist das eine Frage der Deklarierung. In Onlineforen geben sich Halter und Shopbetreiber Tipps. Da Ameisen international nicht unter Artenschutz stehen und auch nicht im deutschen Zollbuch oder der EU-Verordnung über invasive Arten gelistet sind, gibt es viele Schlupflöcher.

Wenn der Inhalt der Pakete als „lebende Tiere“ deklariert wird, dann müssen die Ameisenköniginnen beim Zoll lediglich von einem Veterinär begutachtet werden, was mehr als 100 Euro kostet. Aber meist gehen die Pakete einfach durch. DHL erlaubt sogar ausdrücklich den Transport wirbelloser Tiere wie Bienen oder Spinnen. So lässt sich erklären, dass online vor allem mit exotischen Arten aus dem Ausland geworben wird.

Die kenianische Riesenernteameise ist besonders beliebt, erklärt Meier, denn sie zählt zu den größten weltweit und hält – anders als heimische Arten – keine Winterruhe. „Man hat also das ganze Jahr etwas davon.“ Meier gibt zu: Unter Ameisenfans „wecken besonders diese exotischen Gattungen Begehrlichkeiten“.

Der Onlinehandel mit Wildtieren aller Art, nicht nur mit Ameisen, habe in den vergangenen Jahren enorm zugenommen, so der Datenforscher Russel Grey, zugeschaltet aus Florida im Onlineinterview mit der taz. Inzwischen werden im Internet mehr Kleintiere wie Chamäleons oder Frösche gehandelt als Schimpansen oder Paviane.

Mit einem weltweiten Team hat er im vergangenen Jahr für die Global Initiative Against Transnational Organised Crime, einen Thinktank, der grenzübergreifend zu organisierter Kriminalität recherchiert, dieses Problem untersucht. „Die wichtigste Erkenntnis ist, dass der Onlinehandel mit Wildtieren kein Randproblem mehr ist, das sich auf obskuren Webseiten oder im Darknet versteckt“, so Grey: „Heute sehen wir, dass er auf gängigen Plattformen wie Facebook stattfindet.“ Greys Team erfasste weltweit in über einem Jahr mehr als 21.000 Datensätze auf über 60 Plattformen. Darunter waren bis zu 266.000 Werbeanzeigen für lebende Tiere mit Preisangaben.

Vor allem für Insekten und Kleintiere, die sich im Handgepäck oder per Post verschicken lassen, ist der Onlinehandel lukrativ, stellt Grey fest. Der Gesamtwert aller untersuchten Wildtier-Anzeigen lag bei rund 66 Millionen US-Dollar. Doch Greys Team untersuchte nur Anzeigen für bestimmte, geschützte Arten auf der Cites-Liste. Ameisen waren nicht dabei. Grey schlussfolgert: „Würden wir diese Daten auf den gesamten Online-Wildtierhandel hochrechnen, der online völlig unreguliert stattfindet, wären es Milliarden!“

Doch die Transaktionen dieser Händler online nachzuvollziehen, sei fast unmöglich, erklärt der Forscher, der seine Datensätze nun Ermittlungsbehörden weltweit übergeben hat, um die Händler ausfindig zu machen. Doch dies ist nicht so einfach, sagt er: Die Händler nutzen weder den Marketplace auf Facebook noch die offiziellen Zahlungsfunktionen der Plattform. Sie würden lediglich die verschlüsselte Verbindung zwischen Werbung und Chat-App verwenden. „Anstatt auf Bankensysteme oder leicht nachvollziehbare Überweisungen zu nutzen, greifen sie bei der Bezahlung auf Drittanbieter zurück.“

Auf die Rolle des Internets in der Ameisen-Community angesprochen, nickt Ameisenhalter Meier: „Da es ein Nischenhobby ist, organisieren wir Ameisen-Fans uns vor allem online“, erklärt er. Früher tauschte sich die Community, bestehend aus relativ jungen Leuten, auf Facebook aus, heute auf Gaming-Plattformen wie Discord.

„Ameisen an die Macht“ – so heißt ein Discord-Kanal, auf dem sich deutsche Ameisenfans Tipps geben. Welche Pflanzen mögen Blattschneiderameisen? Welche Temperaturen und Luftfeuchtigkeit brauchen afrikanische Arten? Was tun bei Milbenbefall? – auf all diese Fragen gibt es dort Antworten. „Das Schöne ist“, so Meier: „In unseren Foren sind auch Biologen und Professoren – daraus sind schon ganze wissenschaftliche Karrieren hervorgegangen.“

Der Biologe Chris Shepard vom Center for Biological Diversity in den USA zeigt sich über diesen Trend alarmiert. Der Kanadier ist einer der wenigen Biologen, die den Ameisenhandel weltweit erforschen. „Im Moment sieht es eher nach einer Modeerscheinung unter bestimmten jungen Leuten aus“, erklärt er im taz-Interview. Doch die Gewinnmargen seien hoch, sagt Shepard: „Generell verdienen die Menschen in den Ländern, aus denen die Wildtiere stammen, nur sehr wenig“, stellte er bei seiner Recherche in Asien und Afrika fest. Die Schmuggler, auch wenn sie selbst als Kuriere tätig werden, erhalten nur geringe Summen.

„Am meisten verdienen die Onlinehändler, die die Tiere an die Endverbraucher verkaufen“, so Shepard. Die Fälle in Kenia zeigen: Im Vergleich zu anderen Formen der Kriminalität, wie Drogenhandel, ist der Gewinn hoch, „aber das Risiko deutlich geringer“. In Kenia kamen die beiden 19-jährigen Belgier mit einer Geldstrafe von nur 5.000 Dollar davon.

Doch genau hier liegt das Problem, so Shepard. „Denn sobald jemand anfängt, diesen Tieren hohe Preise beizumessen, wird die organisierte Kriminalität definitiv diesen Handel übernehmen“, warnt er. Dieses Phänomen beobachtete er bereits beim Reptilienhandel: „Was früher nur ein harmloses Hobby war, hat sich jetzt zu einem großen kriminellen Unternehmen entwickelt.“

Im Frühjahr 2024 verursachten Große Drüsenameisen im baden-württembergischen Kehl Strom- und Internetausfälle

Für Artenschützer wie Shepard ist es deswegen dringend notwendig, diesen Handel zu regulieren. Er hat jüngst offene Briefe an Cites geschrieben, der Organisation zuständig für die Überwachung des Internationalen Artenschutzabkommens. Darin mahnt er an: „Viele der in diesen Handel involvierten Ameisenarten weisen ein hohes invasives Potenzial auf.“ Er warnt vor den Folgen: „Sobald sie außerhalb ihrer natürlichen Verbreitungsgebiete eingeführt sind, können invasive Ameisen tiefgreifende negative Auswirkungen auf den Naturschutz haben sowie ökologische Störungen und wirtschaftliche Schäden verursachen.“

Diese Folgen sorgen in Süddeutschland bereits für Schlagzeilen. Im Frühjahr 2024 verursachten Große Drüsenameisen aus Nordafrika im baden-württembergischen Kehl Strom- und Internetausfälle, nachdem sie sich in einem Verteilerkasten eingenistet und Kurzschlüsse ausgelöst hatten.

In Landau in Rheinland-Pfalz ist die Plage mittlerweile so enorm, dass im vergangenen Frühjahr eine Beratungsstelle im Rathaus eingerichtet wurde. Die Große Drüsenameise breitet sich unter Pflastersteinen, auf Friedhöfen und Spielplätzen aus. Ihre Superkolonien erstrecken sich unterirdisch über Flächen größer als ein Fußballfeld und richten enorme Schäden an: Sie unterhöhlen Fundamente, fressen sich in Mauern und Dachgebälk. Doch die Schädlingsbekämpfung steckt noch in den Kinderschuhen und ist teuer.

Um das Problem anzugehen, trafen sich im Sommer Vertreter von über 30 Kommunen in Österreich, der Schweiz und Süddeutschland zu einer Ameisenkonferenz in Kehl. In diesem Frühjahr melden nun auch norddeutsche Kommunen erste Plagen durch Große Drüsenameisen. Wegen des Klimawandels und damit einhergehender höherer Temperaturen und weniger Frost fühlt sich diese Art nun auch in Mitteleuropa wohl.

Biologe Shepard hat weltweit Fälle untersucht, in denen invasive Ameisen heimische Tiere verdrängten. Er nennt die Feuerameise, die auf die Weihnachtsinsel zwischen Australien und Indonesien eingeschleppt wurde. „Sie haben die dortigen Krabbenpopulationen ausgerottet und sind ein wahrer Albtraum“, so Shepard: „Sie wieder loszuwerden, ist schier unmöglich.“

Er schränkt ein: Die meisten exotischen Ameisen gelangen zwar nicht über den Onlinehandel nach Europa, sondern durch Pflanzenimporte oder Warencontainer – doch der Handel bleibt ein Risiko, denn niemand weiß, wann ein Halter das Hobby aufgibt und die invasiven Tiere einfach im Garten aussetzt.

Ameisenhalter Meier weiß um das Risiko und gibt zu: „In der Community wird dies diskutiert.“ Dort herrsche aber die Meinung vor, dass die meisten exotischen Kolonien in Europa eingehen, weil sie den Winter nicht überstehen oder von heimischen Arten bekämpft werden. Er selbst rät stets dazu, die Kolonien an andere Ameisenhalter abzugeben oder sie in der Gefriertruhe einem langsamen und sanften Tod auszusetzen.

Biologe Shepard hingegen fordert, dass weltweit zügig Maßnahmen getroffen werden, um den Handel zu regulieren oder gar zu verbieten. Um dies zu erwirken, nimmt er nun Cites in die Pflicht, denn dort seien keine Ameisenarten gelistet. Auf taz-Anfrage reagiert Cites zurückhaltend und erklärt, die Mitgliedsstaaten müssten gemeinsam entscheiden, ob Ameisen auf die Liste der zu schützenden Arten kommen.

Shepard sieht darin ein Problem: „Es ist schon schwierig genug, Regierungen für den Handel mit Tigern oder Primaten zu sensibilisieren“, lenkt der Artenschützer ein: „Es wird demnach noch viel schwieriger sein, Regierungen dazu zu bewegen, Ameisen zu einer Priorität zu machen.“

Jetzt hofft er, dass Behörden in Europa angesichts der teuren Schäden an der Infrastruktur das Problem erkennen – „und dann globale Maßnahmen fordern“. Shepard mahnt: „Denn wenn die Biester sich einmal eingenistet haben, wird man sie nicht mehr los.“

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