Queeres Gedenken in Berlin: Regenbogenbank zum Gedenken an CSD-Anschlag zerstört
Nach dem Terroranschlag am CSD in Berlin sollte eine Bank zum Gedenken dienen. Nun wurde sie beschädigt – und soll schnell wiederhergestellt werden.
dpa | Nach dem islamistischen Terroranschlag am Christopher Street Day (CSD) in Berlin wurde zum Gedenken eine Bank in Regenbogenfarben aufgestellt – nun wurde die Bank zerstört und die farbigen Holzbohlen abgerissen. Das zeigte ein Foto, das der Berliner Queer-Beauftragte Alfonso Pantisano im Internet veröffentlichte und auf dem die bunten Bohlen lose herumliegen. Dazu schrieb er, dass er fassungslos sei.
Nach Auskunft des Bezirksamtes Mitte wurde die Bank in der Nacht zerstört und im Laufe des Vormittags bereits abtransportiert. Sie solle wiederhergestellt werden, sagte ein Sprecher. „Diese Bank steht für unsere Freiheit und für die Solidarität mit der queeren Community. Wer sie zerstört, will ein Zeichen gegen diese Werte setzen. Unsere Grundwerte sind nicht verhandelbar“, so Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger. Und Bezirksstadtrat Christopher Schriner: „Wenn die Bank zerstört wird, bauen wir sie erneut auf. Und wieder. Und wieder. Denn wir überlassen den öffentlichen Raum nicht denjenigen, die mit Hass und Zerstörung einschüchtern wollen.“
Das Bezirksamt hatte anstelle des Baumes, der bei dem Anschlag durch den Transporter des Täters zerstört wurde, einen neuen Baum gepflanzt und die Bank daneben gestellt. Sie sollte zum Innehalten und zur stillen Anteilnahme einladen.
Bei dem Terroranschlag am 25. Juli war der islamistische Attentäter mit einem Wagen in eine Menschengruppe gefahren und gegen den Baum geprallt. Danach griff der 21-jährige Mann mit einer Machete weitere Menschen an, bevor er floh. Eine Frau wurde getötet und 31 Menschen zum Teil schwer verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Attentäter.
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