Q-Cells ist insolvent: Plötzlicher Celltod
Das Fotovoltaikhersteller Q-Cells wird am Dienstag einen Antrag auf Zahlungsunfähigkeit stellen. Nach der Prüfung alternativer Konzepte sah die Firma sich zu diesem Schritt genötigt.
BITTERFELD-WOLFEN dapd/afp | Der hochverschuldete Solarzellenhersteller Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen geht zum Insolvenzgericht. Am Dienstag soll der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht Dessau-Roßlau gestellt werden, wie das Unternehmen am Montag ankündigte.
Das Management habe alle alternativen Konzepte zur Umsetzung der Finanzrestrukturierung geprüft und sei zu der Einschätzung gelangt, dass die Fortführungsprognose für das Unternehmen nicht mit hinreichender rechtlicher Sicherheit wiederhergestellt werden könne. Es sehe sich deshalb zu diesem Schritt veranlasst.
Die Unternehmensleitung wolle gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter daran arbeiten, den Fortbestand des Unternehmens in der Insolvenz sicherzustellen, hieß es und sich so nach eigenen Angaben unter Gläubigerschutz in Eigenregie sanieren.
Das 1999 gegründete Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 2.200 Mitarbeiter, davon 500 in Malaysia.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert