Polizeieinsatz in Belgien: Terrorverdächtiger zu Tode verfolgt
In Belgien hat die Polizei einen Terrorverdächtigen erschossen. Der Mann soll zuvor vor der Polizei geflohen sein und das Feuer eröffnet haben.
BRÜSSEL afp | Nach einer Verfolgungsjagd auf einer Autobahn hat die belgische Polizei am Dienstag bei einem Schusswechsel einen algerischen Terrorverdächtigen erschossen.
Der Mann sei in einem Wagen mit französischem Kennzeichen zwischen der Stadt Tournai und der Hauptstadt Brüssel unterwegs gewesen, als er von der Polizei zum Anhalten aufgefordert worden sei, teilte die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Belga mit.
Er habe jedoch versucht, die Beamten abzuschütteln und auf sie geschossen. Die Polizisten schossen demnach zurück und töteten den 30-Jährigen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde der Algerier dem organisierten Verbrechen zugerechnet und war der Mitgliedschaft in extremistischen Gruppen verdächtig. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Brüssel wurden am Dienstag demnach Waffen und Sprengstoff gefunden.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert