Peta-Protest gegen Stierkampf: Aktivistinnen stören Papstaudienz
Papst Franziskus solle Stierkämpfen nicht länger seinen Segen geben, fordern Tierschützerinnen. Er könne sich einen anderen Papst zum Vobild nehmen.

Peta hat den Papst aufgefordert, die Verbindungen der katholischen Kirche zum Stierkampf zu kappen und den „verabscheuungswürdigen Blutsport“ zu verurteilen. Nach Angaben der Organisation werden jedes Jahr weltweit Zehntausende von Stieren bei Stierkampf-Festivals getötet, von denen viele katholischen Heiligen gewidmet sind.
Die Organisation hat darauf hingewiesen, dass Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato Si“ von 2015 jeden Akt der Grausamkeit gegen eine Kreatur als Verstoß gegen die Menschenwürde kritisiert habe. Schon im 16. Jahrhundert habe Papst Pius V. Stierkämpfe verboten, weil sie als grausam und „weit entfernt von christlicher Frömmigkeit und Nächstenliebe“ gegolten hätten.
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