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Papst verurteilt Priester

Johannes Paul II. äußert sich erstmals öffentlich kritisch zum sexuellen Missbrauch durch katholische Priester

ROM ap ■ Wenige Tage vor Beginn der Karwoche hat Papst Johannes Paul II. sein Schweigen über eine Reihe von Fällen sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester gebrochen. In einer gestern veröffentlichten vorösterlichen Botschaft an alle Geistlichen spricht das Oberhaupt der katholischen Kirche von einem ernsten Skandal, durch den ein „schwarzer Schatten des Verdachts“ auch auf all die Priester gefallen sei, die ihre Pflicht ehrenvoll und integer und mit oft selbstloser Hingabe erfüllten. Die Kirche wolle auch Sorge und Mitgefühl für die Opfer zeigen und sich der schmerzlichen Situation mit Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit widmen.

Es war das erste Mal, dass sich der Papst in der Öffentlichkeit zu den Skandalen um sexuellen Missbrauch äußert, die besonders in den USA weite Kreise gezogen haben. Aber auch aus Irland, Großbritannien, Frankreich, Australien und Polen sind Fälle bekannt geworden.

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