piwik no script img

Papst verurteilt Priester

Johannes Paul II. äußert sich erstmals öffentlich kritisch zum sexuellen Missbrauch durch katholische Priester

ROM ap ■ Wenige Tage vor Beginn der Karwoche hat Papst Johannes Paul II. sein Schweigen über eine Reihe von Fällen sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester gebrochen. In einer gestern veröffentlichten vorösterlichen Botschaft an alle Geistlichen spricht das Oberhaupt der katholischen Kirche von einem ernsten Skandal, durch den ein „schwarzer Schatten des Verdachts“ auch auf all die Priester gefallen sei, die ihre Pflicht ehrenvoll und integer und mit oft selbstloser Hingabe erfüllten. Die Kirche wolle auch Sorge und Mitgefühl für die Opfer zeigen und sich der schmerzlichen Situation mit Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit widmen.

Es war das erste Mal, dass sich der Papst in der Öffentlichkeit zu den Skandalen um sexuellen Missbrauch äußert, die besonders in den USA weite Kreise gezogen haben. Aber auch aus Irland, Großbritannien, Frankreich, Australien und Polen sind Fälle bekannt geworden.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen