: Ort des Gedenkens entsteht
Gedenken Potsdam und Luckenwalde trauern um Elias und Mohamed
Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam hat am Dienstagabend mit einer Gedenkfeier an den sechsjährigen ermordeten Grundschüler Elias erinnert. „Indem wir gemeinsam zusammenkommen, geben wir der Trauer einen Raum“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) im Vorfeld.
Elias’ Leiche war am vergangenen Freitag vergraben in einer Kleingartenkolonie in Luckenwalde entdeckt worden. Ein 32-jähriger Mann aus Niedergörsdorf (Teltow-Fläming) hatte gestanden, den sechsjährigen Elias aus Potsdam sowie den vierjährigen Flüchtlingsjungen Mohamed aus Berlin umgebracht zu haben.
„Mohameds und Elias’ Garten“ soll an beide erinnern
Im Rathaus von Luckenwalde (Landkreis Teltow-Fläming) liegen seit Dienstag Kondolenzbücher für die ermordeten Kinder Elias und Mohamed aus. Seit dem Morgen kommen Bürger, um ihre Anteilnahme zu zeigen, wie Pressesprecherin Sonja Dirauf mitteilte. „Die Menschen haben richtig darauf gewartet, ihre Gefühle auszudrücken“, sagte sie.
Die Kondolenzbücher sollen zunächst eine Woche lang ausliegen. Im Anschluss sollen sie den Familien der beiden getöteten Jungen übergeben werden.
In Luckenwalde soll nun außerdem ein „Ort des Gedenkens“ entstehen. Hierfür ist die Kleingartenparzelle vorgesehen, auf der der mutmaßliche Mörder die Leiche von Elias vergraben hatte. Sie komme für eine Neuverpachtung nicht mehr in Betracht, hatte die Stadt mitgeteilt. Geplant ist vielmehr, dort nun „Mohameds und Elias’ Garten“ zu gestalten und damit an beide zu erinnern. (dpa)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen