Obdachlose in Berlin: Polen schickt Sozialarbeiter
Die Warschauer Regierung will Sozialarbeiter entsenden. Sie sollen polnisch-stämmigen Obdachlosen in Berlin helfen und sie zur Rückkehr in ihre Heimatland bewegen.
epd/afp | Die Regierung in Warschau will einem Medienbericht zufolge mit Sozialarbeitern polnischen Obdachlosen in Berlin helfen. Sie sollen bereits ab Juli zum Einsatz kommen und die Betroffenen möglichst zur Rückkehr nach Polen bewegen, berichtete der RBB am Mittwoch. Dafür habe der polnische Senat Gelder bewilligt.
Die Sozialarbeiter sollten mit den Menschen reden und ihnen Hilfe bei der Heimfahrt vermitteln, sagte der Sprecher der polnischen Botschaft in Berlin, Dariusz Pawlos, dem RBB. Dabei sollen die Sozialarbeiter der polnischen Stiftung „Barka“ in Berlin mit Vereinen wie „Gangway“ oder „Klik“ kooperieren, die sich bereits um Obdachlose kümmern.
In Berlin lebten nach Schätzungen der Regierung in Warschau etwa 2.000 polnische Staatsbürger ohne festen Wohnsitz, hieß es weiter. Für das neue Hilfsangebot soll sich der polnische Botschafter, Andrzej Przylebski, persönlich eingesetzt haben. Derzeit laufe die Abstimmung mit dem Berliner Senat, wie und wo die Hilfe am besten eingesetzt werden kann.
Bereits im vergangenen November hatte Polen Unterstützung für seine in Deutschland gestrandeten Staatsbürger angekündigt. Zuvor hatte die prekäre Lebenssituation von obdachlosen Polen in Berlin für große mediale Aufmerksamkeit im Nachbarland gesorgt.
Seit Jahren verzeichnet Berlin wie auch andere große Städte in Deutschland steigende Obdachlosenzahlen. Fast 31.000 Wohnungslose mussten im vergangenen Winter untergebracht werden. Insgesamt 6.000 davon sollen aus Osteuropa stammen, ein Drittel davon aus Polen.
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