Obamas Accounts in Online-Netzwerken

Rettung des Digitalerbes

Obamas Social-Media-Team archiviert seine Online-Aktivitäten. Der oder die zukünftige PräsidentIn darf die Accounts weiter nutzen.

Barack Obama blickt auf sein Smartphone

Barack, bring das Handy in Sicherheit, Donald kommt (vielleicht) Foto: dpa

Es muss (und wird hoffentlich) ein Zufall sein, dass die Obama-Administration genau jetzt ankündigt, was nach dem Ausscheiden des Präsidenten mit seinem digitalen Nachlass passiert – schließlich nähert sich Donald Trump gerade wieder gefährlich nahe der Mail-geplagten Hillary Clinton, die er in einer Umfrage des Senders ABC und der Washington Post sogar um einen Prozentpunkt überholt hat. Da wirkt die Erbregelung plötzlich wie eine Vorsichtsmaßnahme.

Zu Amtszeiten Obamas bekam nicht nur das Weiße Haus eine YouTube-, Facebook- und (fügen Sie hier ein Netzwerk ihrer Wahl ein)-Seite. Auch gingen der Präsident (@POTUS) und die First Lady (@FLOTUS) offiziell bei Twitter online. Auf der Webseite des Weißen Hauses wird von Obama als erster „social media president“ gesprochen.

Sein Team beantwortet dort auch die Frage, was mit den ganzen Digitalauftritten passiert. Archiviert werden sollen sie alle, dazu gehört auch eine Seite, auf der BürgerInnen Petitionen einbringen können, durch die National Archives and Records Commission (NARA). Trump oder Clinton dürfen die offiziellen Kanäle dann weiter benutzen, aber: mit leerer Timeline. Reset, sozusagen.

Angesichts des wieder offenen Rennens zwischen Trump und Clinton möchte Obama wohl vorsorglich Schrecken von sich halten. Läse man auf Twitter bald „Voted early today. Make sure you go vote, too: vote.gov“ vom 7. Oktober 2016 und ein paar Scrolls weiter oben „Just took office. Don’t vote from now on – THE SYSTEM IS RIGGED“ wäre das in der Tat eine Verschandelung des Obama-Erbes. Aber vielleicht hat Trump bis dahin das Internet längst abgeschaltet.

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