: Nicht nur Nutella
■ BIPS berät Kinder-Küchen der Kirche
Seit Wochen arbeiten Gutachter an einer Kostenkontrolle von Bremer Kindertagesstätten und eines ist heute schon klar: Das Gutachten wird ergeben, daß die Küchen in den Kitas erheblich teurer sind als es ein Essen-Bringdienst wäre. Für die Kitas haben die Köchinnen als Ansprechpersonen für die Kinder aber erheblichen pädagogischen Wert, findet die Landesbeauftragte für die Evangelischen Kitas, Ilse Wehrmann, und deshalb will sie deren Wert besonders herausstreichen.
Gestern stellte sie zusammen mit dem Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin, kurz „BIPS“, auf einer Pressekonferenz ein Konzept vor, um die gesundheitsbewußte und kindgerechte Ernährung in den evangelischen Kitas weiter zu verbessern: Das Essen soll ausgewogen und gesund sein, es muß den Kindern aber auch schmecken. Zu diesem Zweck wollen sich die Experten vom BIPS regelmäßig mit den Küchenkräften austauschen. Darüber hinaus wird es einen Lehrgang „gesunde Kinderernährung“ für die hauswirtschaftlichen Fachangestellten geben.
Da die gesunde und abwechslungsreiche Ernährung auch in vielen Familien vernachlässigt wird, und sich die Kinder am liebsten nur von Spaghetti und Nutella ernähren, sollen die Eltern in das Programm einbezogen werden. „Die Eltern müssen mitlernen“, hieß es auf der Pressekonferenz.
Ein dritter Programmpunkt dieses Projektes ist ein monatliches Info-Schreiben des BIPS, das an alle Kindertagesstätten geschickt wird. Es enthält aktuelle Informationen zur gesunden Kinderernährung und richtet sich an Köchinnen wie an Eltern. sas
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen