: Navi-Rundtour:App in die Au
Mit dem BUND zu Störchen, Windmühlen, alten Grenzanlagen
Über dem Aland, einem kleinen Nebenfluss der Elbe, drehen Rotmilane ihre Kreise, hier leben Störche und Bieber – und historisch ist die ehemalige Grenzregion auch spannend. Der BUND hat deshalb die App „Auenerlebnis an Elbe und Aland“ konzipiert, die Radfahrer und Wanderer auf einem 26 Kilometer langen Rundweg zu 17 Stationen im nördlichen Zipfel Sachsen-Anhalts führen.
Anlass für die App ist die bevorstehende Renaturierung der Halbinsel Hohe Garbe, die in einer Elbkurve gleich an der Strecke der Tour liegt. Seit die Elbe wie so viele Flüsse in Deutschland eingedeicht wurde, verkümmerte dieser wertvolle Lebensraum, weil er nicht mehr regelmäßig überschwemmt wird. Doch nun arbeiten die Naturschützer daran, den Auwald zu neuem Leben zu erwecken, bald soll die Elbe bei Hochwasser wieder über die Ufer treten dürfen.
Sonja Biwer, Mitarbeiterin am BUND-Auenzentrum in Lenzen, hat die App entwickelt. „Sieben Leute haben daran ein Jahr mitgearbeitet“, sagt sie. Die Naturschützer haben mit Anwohnern gesprochen und sich die interessantesten Orte zeigen lassen. Einige sind sogar im Interview zu hören. Die App wird dann zum Audioguide, in dem die Nachbarn erzählen, wie die Bockwindmühle in Wanzer funktioniert oder wie es in dem ehemaligen Grenzdorf Stresow aussah, bevor alle Bewohner zu DDR-Zeiten umgesiedelt wurden.
Die Rundtour durch die Elbe-Aland-Niederung ist 26 Kilometer lang, allerdings liegt kein Bahnhof an der Strecke. Vom Bahnhof Wittenberge sind es rund 9 Kilometer zum Rundkurs.
Besucher installieren sich die App am besten vorab, dann sind Karte und Audiodateien schon auf dem Handy oder Tablet. Die Navigation funktioniert offline. Das ist praktisch, denn der Handyempfang in der Region ist nicht der beste. mka
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen