piwik no script img

NachrufDie Stimme der Hansawelle

■ Karl-Heinz Calenberg, der Mann mit der immer guten Laune, ist gestorben

Dieses Duo war eine Institution.

Bei Radio Bremen wurden die Namen der beiden Moderatoren beinahe in einem Wort geschrieben. In immer guter Laune prägten Monika-Kluth-und-Karl-Heinz-Calenberg Morgen für Morgen den „Bremer Kaffeepott“ auf der Hansawelle. Und auch die Sendung am Samstag vormittag haben sie 23 Jahre lang moderiert – mit einer Hitparade, die von HörerInnen zusammengestellt wurde.

In Abba- und Post-Abba-Zeiten war die Mitschneideausbeute am Samstag morgen traditionell gering. Die Hoffnung, daß auch mal Elvis Costello oder wenigstens etwas anderes von Santana als nur Samba Pa Ti mehrheitsfähig wird, begleitete uns Teenager durch die zweite Hälfte der 70er Jahre. Und so auch das Moderatorenduo Monika-Kluth-und-Karl-Heinz-Calenberg. Sendungen wie der „Club“ auf NDR 2 wurden erst später erfunden und liefen abends.

Als es später, 1995, Sender und Wellen wie „ffn“, Radio Bremen 4, N-joy und andere gab, war für das Paar kein Platz mehr in der zur „Radioillustrierten“ umgebauten Hansawelle. Die beiden moderierten ab September 1995 im dritten Programm.

Karl-Heinz Calenberg schweigt nun für immer. Er ist am Mittwoch vergangener Woche einem Krebsleiden erlegen. ck

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen