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Nachrichten im IrankriegIran antwortet auf 15-Punkte-Plan

Trump drängt auf Verhandlungen, Teheran antwortet über diplomatische Kanäle. Zugleich arbeitet Iran an einem Maut-System an der Straße von Hormus.

Iran baut offenbar ein Maut-System an der Straße von Hormus auf Foto: Altaf Qadri/AP/dpa

Trump: Kontrolle über Irans Öl ist eine Option

Die USA könnten Präsident ‌Donald Trump zufolge die Kontrolle über das iranische Öl übernehmen. Dies sei eine Option, sagt Trump bei einer Kabinettssitzung. Weitere Angaben dazu lehnt er ab. (rtr)

Iranischer Vertreter bei UN sieht sein Land auf der Siegerstraße

Der iranische UN-Botschafter in Genf sieht sein Land im Krieg gegen die USA und Israel im Vorteil. Die Kriegsgegner seien bereits von ihren ursprünglichen Kriegszielen abgerückt, sagte Ali Bahreini am Donnerstag. Sie versuchten jetzt nur noch, die Straße von Hormus für Schiffe aus Ländern offenzuhalten, die auf Öllieferungen aus der Region um den Persischen Golf angewiesen seien. Bahreini sagte, der Iran sei auf „jedes Szenario“ vorbereitet. Jeder Versuch Israels und der USA, eine Bodeninvasion im Iran zu starten, wäre ein großer Fehler.

Bahreini versicherte zudem, Irans oberster Führer, Ajatollah Modschtaba Chamenei, sei sicher und führe das Land. Chamenei ist seit seiner Ernennung zum Nachfolger seines ermordeten Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, nicht in der Öffentlichkeit aufgetreten und hat sich auch nur indirekt zu Wort gemeldet. Auf die Frage, warum Chamenei sich nicht blicken lasse, verwies Bahreini auf „Sicherheitsvorkehrungen, die in dieser besonderen Zeit sehr notwendig sind“. (ap)

Trump: Iran lässt zehn Öltanker durch Straße von Hormus

Der Iran hat nach ‌Angaben von US-Präsident Donald Trump zehn Öltanker die Straße von Hormus passieren lassen. Darunter seien Schiffe unter pakistanischer Flagge gewesen, sagt Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Zugleich wirft er dem Land vor, eine Maut für die Durchfahrt zu erheben. Dies dürfe der Iran eigentlich nicht tun. Trump hatte am Dienstag von einem „großen Geschenk“ des Irans im Zusammenhang mit der Straße von Hormus gesprochen, das sich auf Öl und Erdgas beziehe. Einzelheiten nannte er nicht. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. (rtr)

Ein Toter bei Raketenangriff auf Nordisrael

Im Norden Israels ist nach Behördenangaben ein Mann durch eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete getötet worden. Der etwa 30-Jährige sei in der Gegend um die Küstenstadt Nahariya getötet worden, erklärte der Rettungsdienst Magen David Adom am Donnerstag. Ein weiterer Mann wurde demnach schwer verletzt. (afp)

Selenskyj zu Gesprächen in Saudi-Arabien eingetroffen

Irans Außenminister Abbas Araghtschi Foto: Tatyana Makeyeva/AFP/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr ‌Selenskyj ist zu Gesprächen in Saudi-Arabien eingetroffen. Es seien wichtige Treffen geplant, teilt er auf der Online-Plattform X mit. Er schätze die Unterstützung derjenigen, die bereit seien, für die Sicherheit zusammenzuarbeiten. (rtr)

Huthi-Anführer droht mit Eingreifen in Iran-Krieg

Der Anführer der jemenitischen Huthi-Miliz hat mit einem Eingreifen seiner Kämpfer in den Iran-Krieg gedroht. „Sollte sich der Konflikt auch nur ansatzweise so entwickeln, dass eine militärische Reaktion erforderlich wird, werden wir unverzüglich eingreifen (…), so wie wir es bereits in früheren Phasen getan haben“, erklärte Abdul Malik al-Huthi am Donnerstag. Die vom Iran unterstützten Huthis sind wie die islamistische Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon Teil der iranischen „Achse des Widerstands“. Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels. (afp)

Witkoff: Einigung mit dem Iran sehr gut möglich

Der US-Gesandte Steve Witkoff hat bestätigt, dass dem Iran ein 15-Punkte-Plan für ein Waffenruheabkommen unterbreitet worden sei. Es gebe eine „hohe Wahrscheinlichkeit“, dass eine Einigung erreicht werden könne, sagte Witkoff am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung. Die „Aktionsliste“ Washingtons sei über den Vermittler Pakistan an Teheran weitergeleitet worden. „Sollte es zu einer Einigung kommen, wäre das großartig für den Iran, die gesamte Region und die ganze Welt.“ (ap)

Trump: Iran bettelt um Deal, nicht ich

US-Präsident ‌Donald Trump räumt ein, dass die Iraner „großartig im Verhandeln“ seien. Er sei sich aber nicht sicher, ob die USA willens seien, einen „Deal“ mit dem Iran zu schließen. Es seien die Iraner, die um einen „Deal“ bettelten, nicht er. Man müsse sehen, dass man einen richtigen „Deal“ erziele und die Straße von Hormus geöffnet werde. Der Iran müsse einem „Deal“ zustimmen oder sich auf weitere Angriffe einstellen. (rtr)

Rutte zu Trump-Vorwürfen: Europäer brauchten „Zeit“

Angesichts der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump an den europäischen Verbündeten im Zusammenhang mit den Iran-Krieg hat sich Nato-Generalsekretär Mark Rutte um Vermittlung bemüht. Europa habe „Zeit“ gebraucht, weil die US-Regierung ihre Verbündeten „aus guten Gründen“ nicht über die Angriffe auf den Iran habe informieren können, sagte Rutte am Donnerstag in Brüssel. Das habe im Weißen Haus „zu einiger Frustration“ geführt, räumte er ein. Rutte sagte, er verstehe, dass die USA die Verbündeten vor den Angriffen nicht hätten informieren können. „Ich kritisiere das nicht.“ Die Europäer hätten daher „etwas Zeit“ gebraucht, um zusammenzukommen, doch „das passiert jetzt“. (afp)

Iran übermittelt Antwort auf 15-Punkte-Plan der USA

Der Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seine Antwort auf einen 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Ende des Kriegs übermittelt. Dies sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, erklärte die Agentur unter Berufung auf eine informierte Quelle. Teheran warte jetzt auf eine Antwort aus Washington. Laut der „informierten Quelle“ fordert der Iran ein Ende aller Kampfhandlungen an allen Fronten – und damit auch im Libanon oder im Irak. Zudem sollen die USA und Israel gezielte Tötungen einstellen. Der Iran verlangt außerdem Garantien, die einen erneuten Krieg verhindern sollen.

Als unwahrscheinlich gilt, dass die USA zwei weitere iranische Forderungen akzeptieren: Kriegsentschädigungen und die Anerkennung iranischer Hoheitsrechte über die Straße von Hormus, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Energiehandels laufen. Teheran wirft Washington zudem vor, lediglich Zeit gewinnen zu wollen: Die USA bereiteten sich im Hintergrund auf eine Bodenoffensive im Iran vor und versuchten zugleich, den Ölpreis niedrig zu halten. (dpa)

Iranischer Insider: US-Vorschlag einseitig, aber Tür für Diplomatie offen

‌Ein ranghoher offizieller Vertreter des Iran äußert sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zu einem von Pakistan übermittelten Vorschlag der USA zur Beendigung des Kriegs. Der Vorschlag sei Mittwochnacht von hochrangigen iranischen Vertretern und einem Vertreter des Obersten Führers des Iran „eingehend geprüft worden“. In einer ersten Reaktion sei er als „einseitig und unfair“ eingestuft worden. „Kurz gesagt sieht der Vorschlag vor, dass der Iran seine Fähigkeit zur Selbstverteidigung aufgeben würde, im Austausch für einen vagen Plan zur Aufhebung von Sanktionen.“ Dem Vorschlag fehlten die Mindestvoraussetzungen für einen Erfolg. Womöglich könne man dennoch vorankommen, sollte Realismus in Washington vorherrschen. Es gebe aber „noch keine Vereinbarung für Verhandlungen, und kein Plan für Gespräche erscheint zum jetzigen Zeitpunkt realistisch“. Die Türkei und Pakistan versuchten, dabei zu helfen, „eine gemeinsame Basis zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zu schaffen und Differenzen abzubauen“. (rtr)

Bericht: Mindestens fünf Tote bei israelischen Angriffen auf Libanon

Im Libanon sind bei israelischen Angriffen nach Medienberichten mindestens fünf Menschen getötet worden. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden bei einem Angriff auf ein Gebäude in Nabatäa im Süden des Landes zwei Menschen getötet, drei weitere kamen demnach im als Hochburg der Hisbollah-Miliz bekannten Bint Dschubail nahe der Grenze zu Israel ums Leben. Insgesamt tötete die israelische Armee nach eigenen Angaben seit Beginn des Iran-Kriegs rund 700 Hisbollah-Anhänger. Auf AFP-Aufnahmen aus Nabatäa war ein schwer beschädigtes Gebäude zu sehen. Aus den Trümmern stieg Rauch empor, Rettungskräfte und Feuerwehrleute waren im Einsatz. (afp)

Iran lässt Öltanker aus Malaysia durch Straße von Hormus

Der Iran lässt nach Angaben der malaysischen Regierung Öltanker aus dem südostasiatischen Land wieder durch die für den internationalen Seehandel wichtige Straße von Hormus fahren. Er habe mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian sowie weiteren Staats- und Regierungschefs aus der Region gesprochen, sagte Malaysias Regierungschef Anwar Ibrahim am Donnerstag in einer Fernsehansprache. „Wir sind nun dabei, die malaysischen Öltanker und die beteiligten Arbeiter freizugeben, damit sie ihre Heimreise fortsetzen können“, fügte er hinzu. (afp)

Insider: EU fordert wegen Iran-Krieg rasche Befüllung der Gasspeicher

EU-Kommission fordert Insidern zufolge die Mitgliedstaaten auf, ihre Gasspeicher angesichts des Iran-Kriegs so schnell wie möglich für den kommenden Winter aufzufüllen. Hintergrund seien die Turbulenzen an den globalen Energiemärkten, sagen EU-Diplomaten der Nachrichtenagentur Reuters. Bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen ermutigt die Brüsseler Behörde die Regierungen demnach, bereits im April mit der Einspeicherung zu beginnen. Zwar betone die Kommission, dass es keine unmittelbare Gefahr für die europäische Gasversorgung gebe, da die EU vor allem aus Norwegen und den USA beliefert werde. Ein frühes Auffüllen solle jedoch den stark gestiegenen Preisen entgegenwirken und einen späteren Ansturm auf Gas verhindern. (rtr)

Zwei Tote in Abu Dhabi durch herabfallende Raketenteile

In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind zwei Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer Rakete getötet worden. Wie das Medienbüro der Stadt mitteilte, wurde eine ballistische Rakete durch das Luftabwehrsystem abgefangen. Dabei seien die Trümmerteile abgefallen. Die Toten seien pakistanischer und indischer Nationalität. Drei weitere Menschen seien bei dem Vorfall verletzt worden. Außerdem wurden den Angaben zufolge mehrere Autos beschädigt.

Auch andere Golfstaaten meldeten erneuten Beschuss auf ihr Territorium. In Kuwait seien feindliche Drohnen abgefangen worden, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Kuna mit. Das saudische Verteidigungsministerium berichtete, Geschosse in der östlichen Region zerstört und abgefangen zu haben. Auch in Jordanien wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Petra innerhalb der vergangenen 24 Stunden drei Raketen abgefangen. (dpa)

Iran meldet neue Angriffswelle

Die staatliche Nachrichtenagentur Irna des Iran meldete unterdessen, die Revolutionsgarden hätten eine neue Angriffswelle auf die Golfstaaten gestartet. Dabei seien unter anderem Ziele in Kuwait und das Gouvernement al-Chardsch in Saudi Arabien ins Visier genommen worden. Dort befindet sich der auch von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase, der seit Beginn des Iran-Kriegs immer wieder Ziel von Angriffen wurde. (dpa)

Nato: US-Waffenlieferungen an die Ukraine laufen trotz Iran-Krieg weiter

Die ‌US-Waffenlieferungen an die Ukraine gehen nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte weiter. Die von den Verbündeten finanzierte entscheidende Unterstützung fließe weiter, sagt Rutte in Brüssel. Die Zeitung „Washington Post“ hatte berichtet, das Pentagon erwäge wegen des Kriegs im Iran eine Umleitung von für die Ukraine bestimmten Waffen in den Nahen Osten. (rtr)

Golfstaaten: Iran verlangt Maut für Schiffe an Straße von Hormus

Der Iran verlangt nach Angaben des Golfkooperationsrats eine Art Maut für eine sichere Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus. Das sagte Dschasem Mohammed al-Budaiwi, der Generalsekretär des Bündnisses, am Donnerstag. Auch Experten der Schifffahrtsseite „Lloyd’s List“ berichteten, dass mindestens zwei Schiffe in chinesischen Yuan bezahlt hätten, um die Meerenge zum Persischen Golf passieren zu können. Schiffe müssten der iranischen Revolutionsgarde in jedem Fall Verzeichnisse ihrer Ladung, Angaben zur Besatzung und ihrem Ziel vorlegen müssen. Die Rede sei auch von einer sogenannten „geopolitischen Überprüfung“. „Zwar zahlen nicht alle Schiffe eine direkte Abgabe, doch mindestens zwei Schiffe haben dies getan, und die Zahlung erfolgt in Yuan“, berichtete „Lloyd’s List“.

Das Parlament in Teheran arbeite derzeit daran, eine Gesetzesgrundlage für diese Abgaben zu schaffen, zitierten die iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim am Donnerstag den Abgeordneten Mohammadresa Resaei Kutschi. Mit dem geplanten Gesetz werde die Souveränität, Kontrolle und Aufsicht des Irans über die Straße von Hormus formalisiert und gleichzeitig eine Einnahmequelle geschaffen, sagte Kutschi laut den Agenturen, die beide der iranischen Revolutionsgarde nahestehen. Auch in anderen Korridoren müssten für Waren Transitgebühren gezahlt werden, begründete er den Schritt. „Wir sorgen für ihre Sicherheit, und es ist nur natürlich, dass Schiffe und Öltanker solche Gebühren zahlen sollten.“ (ap)

Trump: Iran „fleht“ um Deal

US-Präsident Donald Trump hat Aussagen aus dem Iran widersprochen, wonach es keine laufenden Verhandlungen mit Washington über ein Kriegsende geben soll. „Sie „flehen“ uns an, einen Deal abzuschließen“, behauptete Trump am Donnerstag auf Truth Social und bezeichnete die iranischen Verhandlungsführer als „seltsam“. Gleichwohl drohte er: „Sie sollten besser bald ernst werden, bevor es zu spät ist, denn sobald das geschieht, gibt es KEIN ZURÜCK, und das wird nicht schön werden!“ (dpa)

Kreise: Pakistan setzt sich für Schutz von Araghtschi und Ghalibaf ein

Pakistan hat sich Sicherheitskreisen zufolge für den Schutz zweier Spitzenvertreter des iranischen Machtapparats eingesetzt. Geheimdienste des Landes sollen demnach bei den USA dafür geworben haben, den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi sowie den Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf nicht anzugreifen. Hintergrund soll demnach sein, dass die beiden iranischen Vertreter mögliche Friedensgespräche anführen könnten, hieß es. Laut den pakistanischen Sicherheitskreisen könnten mehrere Gesprächsrunden vor einer möglichen Einigung in der zweiten Aprilhälfte nötig sein. Pakistans Außenminister Ishaq Dar hatte Vermittlungsbemühungen seines Landes zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran bestätigt. In diesem Kontext sei auch ein 15-Punkte-Plan von den Vereinigten Staaten geteilt und vom Iran erwogen worden, schrieb der Minister auf der Plattform X. (dpa)

Russland weist Bericht über Drohnen-Lieferung an den Iran zurück

Moskau hat einen Bericht über eine russische Drohnen-Lieferung an den Iran als „Lüge“ zurückgewiesen. „Die Medien verbreiten so viele Lügen … Schenken Sie ihnen keine Beachtung“, sagte am Donnerstag Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf eine entsprechende Frage der Nachrichtenagentur AFP in Moskau. Zuvor hatte die „Financial Times“ unter Berufung auf westliche Geheimdienstmitarbeiter berichtet, dass Russland Drohnen nach Teheran bringe und die Lieferung bis Ende März abgeschlossen werden solle. (afp)

Pakistans Außenminister bestätigt indirekte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran

Nach widersprüchlichen Äußerungen über diplomatische Bemühungen für ein Ende des Iran-Krieges hat Pakistans Außenminister Ischak Dar indirekte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran unter pakistanischer Vermittlung bestätigt. „In der Tat finden indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran statt, wobei Pakistan Botschaften übermittelt“, erklärte Dar am Donnerstag im Onlinedienst X. Weitere Spekulationen über „Friedensgespräche“ seien „unnötig“. (afp)

Israel: Marinekommandeur der iranischen Revolutionsgarden bei Luftangriff getötet

Israel hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff den Marinekommandeur der iranischen Revolutionsgarden getötet. Aliresa Tangsiri sei vergangene Nacht bei einem „präzisen und tödlichen Einsatz“ getötet worden, sagte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz am Donnerstag in einer Videoerklärung. Ihm zufolge wurden dabei auch „hochrangige Offiziere des Marinekommandos ausgeschaltet“. Tangsiri war Katz zufolge „direkt für den terroristische Einsatz verantwortlich, bei dem die Straße von Hormus mit Minen ausgelegt und für den Schiffsverkehr blockiert wurde“. (afp)

Kanada ruft G7 zu gemeinsamer Anstrengung für Deeskalation im Iran-Krieg auf

Kanada hat die G7-Staaten zu einer gemeinsamen Anstrengung für eine Deeskalation im Iran-Krieg aufgerufen. Es müsse sichergestellt werden, dass sich alle „gemeinsam für eine Deeskalation und die Öffnung der Straße von Hormus einsetzen“, sagte die kanadische Außenministerin Anita Anand am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP zum Auftakt eines G7-Außenministertreffens im Cernay-la-Ville bei Paris. Auf Einladung der französischen G7-Präsidentschaft kommen die Außenminister von sieben großen Industriestaaten dort zusammen, um insbesondere über den Iran-Krieg und die Lage in der Ukraine zu beraten. (afp)

Iran: Mehr als 1.900 Tote seit Kriegsbeginn

Im Iran sind seit Beginn der israelischen und US-Luftangriffe Ende Februar dem stellvertretenden Gesundheitsminister Ali Dschafarian zufolge mehr als 1.900 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 240 Frauen und mehr als 200 Kinder, sagte Dschafarian dem arabischen Sender Al Jazeera. Mehr als 24.800 Menschen seien verletzt worden. Die gegenseitigen Angriffe gingen unterdessen weiter. Israel meldete intensiven Raketenbeschuss aus dem Iran, auch in den Golfstaaten schlugen wieder Geschosse aus dem Iran ein. (dpa)

Trump kritisiert ausbleibende Hilfe der Nato-Länder

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut verärgert über die seiner Meinung nach ausbleibende Hilfe anderer Nato-Länder im Krieg gegen den Iran gezeigt. „Die Nato-Staaten haben absolut nichts unternommen, um gegen den wahnsinnigen Iran zu helfen, der nun militärisch dezimiert ist“, schrieb er am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Versalien auf seiner Plattform Truth Social. Zudem drohte er indirekt, diese fehlende Unterstützung nicht zu vergessen: „Die USA brauchen nichts von der Nato, aber „vergessen Sie niemals“ diesen äußerst wichtigen Zeitpunkt!“. Was genau er erwartet, ging aus dem Post nicht hervor. (dpa)

Sieben Raketenangriffe Irans auf Israel binnen Stunden

Intensiver Raketenbeschuss Israels aus dem Iran: In mindestens sieben Wellen binnen weniger Stunden flogen am Morgen nach Militärangaben iranische Geschosse auf den jüdischen Staat. In zahlreichen Gebieten Israels – darunter im Großraum Tel Aviv, Jerusalem sowie im Norden des Landes – gab es Raketenalarm. Nach Angaben von Armee und Rettungskräften kam es an mehreren Orten zu Einschlägen. Es gab Berichte zu Verletzten in Tel Aviv sowie in einer arabischen Ortschaft östlich der Küstenmetropole. Auch vom Libanon aus gab es in der Nacht und am Morgen erneut Beschuss des israelischen Nordens. (dpa)

Blatt: USA erwägen Umleitung von Ukraine-Militärhilfe nach Nahost

Die US-Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, für die Ukraine bestimmte Waffen in den Nahen Osten umzuleiten. Grund dafür sei, dass der Krieg im Iran Bestände des US-Militärs an besonders wichtiger Munition verbrauche, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. (rtr)

Israelischer Soldat bei Kämpfen im Südlibanon gefallen

Beim Vorrücken der israelischen Armee im Südlibanon ist ein Soldat getötet worden. Der 21-Jährige sei „im Kampf im Südlibanon gefallen“, erklärte die israelische Armee am Donnerstag. Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Dienstag angekündigt, dass die Armee beim Vorgehen gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen wolle. (afp)

Teheran bestreitet Gespräche mit den USA

Trotz anderslautender Darstellungen der US-Regierung hat das iranische Außenministerium laufende Verhandlungen mit Washington über ein Kriegsende dementiert. „Ich erkläre mit Nachdruck, dass es keine Verhandlungen oder Gespräche mit der amerikanischen Seite gegeben hat“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi am Mittwochabend im Staatsfernsehen. Die USA hätten in den vergangenen Tagen über Vermittler Botschaften überbringen lassen, auf die man mit der Bekanntgabe eigener Positionen oder Warnungen reagiert habe, erklärte er. „Das ist weder Verhandlung noch Dialog. Es ist lediglich ein Austausch von Botschaften.“

Er lehnte zugleich Gespräche mit Washington ab. „Wir haben nicht die Absicht, zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist“, sagte er weiter. Davor hatte der iranische Präsidialamtssprecher Elias Hasrati im Rundfunk Irib in Bezug auf Verhandlungen von einer „Lüge“ gesprochen. Der Feind stecke in einer Sackgasse, habe keine Errungenschaften vorzuweisen und stehe international in der Kritik, sagte er am Mittwochnachmittag. (dpa)

Pakistan: Israel nimmt Araghtschi und Kalibaf von Todesliste

Israel hat nach einer Intervention Pakistans nach Angaben aus Islamabad den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf von einer Liste potenzieller Angriffsziele genommen. „Die Israelis hatten ihre Koordinaten und wollten sie ‌ausschalten“, sagt ein Vertreter der pakistanischen Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir haben den USA gesagt, wenn diese auch noch ausgeschaltet werden, gibt es niemanden mehr, mit dem man reden kann.“ Daraufhin hätten die USA die Israelis gebeten, von dem Vorhaben abzulassen. Bei den Angriffen des israelischen und des US-Militärs, die am 28. Februar begonnen haben, wurden etliche Mitglieder der iranischen Führung gezielt getötet. Unter den Getöteten sind Ajatollah Ali Chamenei, ‌der jahrzehntelang geistliches und politisches Oberhaupt war, der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, sowie etliche Führungspersönlichkeiten der Sicherheitskräfte. (rtr)

Weißes Haus droht Iran mit „Hölle“ und spricht weiter von „produktiven“ Verhandlungen

Das Weiße Haus hat Iran mit einem noch härteren militärischen Vorgehen gedroht, falls Teheran ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs verweigern sollte. „Präsident Trump blufft nicht, und er ist bereit, die Hölle zu entfesseln“, sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt am Mittwoch in Washington. Zugleich unterstrich sie, die Verhandlungen mit Teheran „dauern an“ und seien „produktiv“. In Richtung Teheran sagte Leavitt: „Sollte Iran die Realität der gegenwärtigen Lage nicht akzeptieren, sollte er nicht begreifen, dass er militärisch besiegt wurde und dies auch weiterhin sein wird, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass er härter getroffen wird als je zuvor.“ Iran solle sich im Umgang mit Trump „nicht noch einmal verrechnen“. (afp)

Zwei Tote in Abu Dhabi durch herabfallende Raketenteile

In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind zwei Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer Rakete getötet worden. Wie das Medienbüro der Stadt mitteilte, wurde eine ballistische Rakete durch das Luftabwehrsystem abgefangen. Dabei seien die Trümmerteile abgefallen. Drei weitere Menschen seien bei dem Vorfall verletzt worden. Außerdem wurden den Angaben zufolge mehrere Autos beschädigt. Auch andere Golfstaaten meldeten erneuten Beschuss auf ihr Territorium. In Kuwait seien feindliche Drohnen abgefangen worden, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Kuna mit. Das saudische Verteidigungsministerium berichtete, Geschosse in der östlichen Region zerstört und abgefangen zu haben. (dpa)

Mindestens sechs Verletzte in Israel nach neuen iranischen Raketenangriffen

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind mindestens sechs Menschen verletzt worden. Sanitäter hätten sechs Menschen medizinisch versorgt, die leicht verletzt worden seien, sagte ein Sprecher des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom am Donnerstag. Zudem wurde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk von Schäden an mehreren Häusern in der zentralisraelischen Stadt Kafr Kassem berichtet. Deren Bürgermeister Haitham Taha zufolge wurden die Schäden durch iranische Streumunition verursacht.

Die israelische Armee teilte mit, dass Rettungskräfte des Heimatfrontkommandos zu einem Einschlagort „in Zentralisrael“ gerufen worden seien. Die Armee hatte zuvor in drei separaten Erklärungen binnen anderthalb Stunden vor Raketenbeschuss aus Iran gewarnt. Die Verteidigungssysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, hieß es in den Erklärungen. Anschließend wurde Entwarnung gegeben und mitgeteilt, dass die Bevölkerung „in allen Landesteilen nun die Schutzräume verlassen darf“. Im gesamten Zentrum des Landes heulten die Luftschutzsirenen, darunter auch in Jerusalem und im Westjordanland. Nach der letzten Warnung waren auch in Tel Aviv Explosionen zu hören. Die iranischen Angriffe erfolgten mehr als 14 Stunden nachdem die israelische Armee zuletzt anfliegende Raketen aus Iran gemeldet hatte. (afp)

China dringt auf sofortige Waffenruhe im Nahen Osten

China ruft alle Parteien im Krieg zwischen den USA und Israel sowie Iran auf, die Angriffe einzustellen. China dringe auf eine Lösung des Konflikts durch Dialog und auf die Vermeidung einer Eskalation, sagt der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jiang Bin, vor der Presse in Peking. Die ‌chinesische Führung werde an einer Deeskalation arbeiten. Entscheidend sei eine sofortige Waffenruhe. (rtr)

Warnungen vor Beschuss in Gegend von Tel Aviv und Jerusalem

Kurz nach Beginn der Morgendämmerung am Donnerstag hat es in Israel Luftalarm gegeben. Betroffen waren die Gegenden von Tel Aviv und Jerusalem. Auch im besetzten Westjordanland wurde vor Beschuss gewarnt. Das israelische Militär berichtete, Iran habe Raketen auf das Land abgefeuert. Zuvor war es ungewöhnlich lange ruhig geblieben – der erste Luftalarm des Tages in Israel erfolgte nach mehr als 14 Stunden Pause. Nach Angaben von Rettungskräften wurden mindestens fünf Menschen bei einem Raketenangriff in der Stadt Kfar Kassim verletzt. Der Sanitäter Tomer Gussman sprach nach der Ankunft vor Ort von Chaos. Die Opfer hätten sich in einem Haus befunden, teilte Gussman laut einer Stellungnahme des israelischen Rettungsdiensts mit. (ap)

Trump beharrt weiter auf Verhandlungswillen der Iraner

US-Präsident Donald Trump ist weiterhin von der Verhandlungsbereitschaft Irans überzeugt. Bei einer Spendenveranstaltung für Republikaner in der Hauptstadt Washington sagte Trump, Iran sei weiterhin daran interessiert, ein Abkommen zu schließen. „Sie wollen unbedingt einen Deal machen, aber sie haben Angst, das zu sagen, weil sie glauben, sonst von ihrem eigenen Volk getötet zu werden“, sagte Trump über die iranische Führung. Der Präsident fügte hinzu: „Sie haben auch Angst, dass wir sie töten.“ Trump sagte außerdem spöttisch, dass niemand Iran führen wolle, aus Furcht, von den Vereinigten Staaten getötet zu werden. (ap)

US-Militär: Mehr als 10.000 Ziele im Irankrieg getroffen

Die US-Streitkräfte haben im bisherigen Verlauf des Krieges gegen Iran eigenen Angaben zufolge mehr als 10.000 Ziele getroffen. Der Chef des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs, Brad Cooper, machte die Angaben in einem Video, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. „Wenn man unsere Erfolge mit denen unseres israelischen Verbündeten kombiniert, haben wir zusammen noch Tausende weitere Ziele getroffen“, sagte Cooper.

„Unsere Präzisionsangriffe haben die iranischen Luftabwehrsysteme überwältigt, und unsere Kampfeinsätze zeigen spürbare Wirkung“, sagte er weiter und fügte hinzu, dass die USA 92 Prozent der größten Schiffe der iranischen Marine zerstört hätten. „Damit haben sie nun die Fähigkeit verloren, nennenswert maritime Macht und Einfluss in der Region und weltweit auszuüben“, erklärte Cooper. Iran kontrolliert den Persischen Golf allerdings weiterhin über Drohnen- und Raketenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus. Cooper betonte außerdem, dass die USA mehr als zwei Drittel der iranischen Munitionsfabriken getroffen hätten. „Wir sind auf dem Weg, Irans gesamtes militärisches Produktionssystem vollständig zu eliminieren“, sagte er. (ap)

Iran: Heftige Angriffe rund um Isfahan gemeldet

Aktivisten in Iran berichteten am frühen Donnerstagmorgen von heftigen Angriffen rund um Isfahan, etwa 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran. Die reformorientierte Zeitung Ham Mihan meldete online Angriffe in der Region. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahesteht, teilte mit, die Angriffe hätten zwei Wohngebiete getroffen, ohne weitere Details zu nennen. Zuvor hatte das israelische Militär mitgeteilt, eine „umfangreiche Welle von Angriffen“ im gesamten Iran, darunter auch Isfahan, durchgeführt zu haben. Isfahan beherbergt eine große iranische Luftwaffenbasis, weitere militärische Einrichtungen sowie einen der Nuklearstandorte, die während des zwölf Tage andauernden Krieges zwischen Israel und Iran im Juni von den USA bombardiert wurden. (ap)

Australien schränkt Einreisebedingungen für Iraner ein

Australien hat vorübergehend die Einreise bestimmter Iraner eingeschränkt – aus Sorge, dass sie wegen des Krieges nicht in ihre Heimat zurückkehren können oder wollen. „Wenn es zu einem plötzlichen Konflikt wie jetzt mit Iran kommt, gibt es viele Menschen, die ein Visum erhalten haben, und die, würden sie jetzt einen Antrag stellen, tatsächlich nicht mehr berechtigt wären“, sagte Einwanderungsminister Tony Burke am Donnerstag im Parlament. Die Einschränkungen gelten ab sofort für sechs Monate für Inhaber des sogenannten Iranian-Visitor-Visums (Subclass 600). Diese Visa wurden an mehr als 7.000 Iraner vergeben, die Australien aus touristischen, geschäftlichen oder familiären Gründen besuchen wollten. Die Behörden wollen die sechs Monate laut eigenen Angaben nutzen, um die Visumanträge neu zu prüfen. Eine unbekannte Anzahl von Antragstellern werde von den Beschränkungen ausgenommen. (ap)

Pistorius: bereit zur Absicherung einer Waffenruhe

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Irankrieg in Aussicht gestellt. „Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar“, warnte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra. Nötig sei eine diplomatische Lösung „so schnell wie möglich“, sagte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an den Iran, aber auch die USA. „Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen“, sagte Pistorius.

Er kritisierte das Vorgehen der USA kurz darauf im National Press Club Australiens auch grundsätzlich: „Es gibt keine Strategie, es gibt kein klares Ziel – und aus meiner Sicht das Schlimmste: Es gibt keine Ausstiegsstrategie.“ Instabilität in der Nahostregion hätte Auswirkungen auf die gesamte Welt. „Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern“, sagte Pistorius. Und: „Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern.“ (dpa)

Israelische Armee startet neue Angriffswelle auf den Iran

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge „großangelegte“ Angriffe in weiten Teilen des Iran ausgeführt. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ anvisiert worden, erklärte die israelische Armee am Donnerstagmorgen. Unter anderem hätten die israelischen Streitkräfte die Stadt Isfahan im Zentrum Irans attackiert. (afp)

US-Verteidigungsminister Hegseth betet bei Gottesdienst für Gewalt

Bei einem christlichen Gottesdienst im Pentagon hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth für Gewalt gegen diejenigen gebetet, „die keine Gnade verdienen“. Bei seinem ersten monatlichen Gottesdienst seit Beginn des Irankriegs betete er, dass „jede Kugel ihr Ziel trifft“. Hegseth beruft sich als Chef der Streitkräfte häufig auf seinen evangelikalen Glauben und zeichnet dabei das Bild einer christlichen Nation, die ihre Feinde mit militärischer Stärke besiegen will. „Lasst jede Kugel ihr Ziel treffen gegen die Feinde der Rechtschaffenheit und unserer großen Nation“, betete Hegseth während des live übertragenen Gottesdienstes. „Gebt ihnen Weisheit bei jeder Entscheidung, Ausdauer für die bevorstehende Prüfung, unerschütterliche Einheit und überwältigende, entschlossene Gewaltanwendung gegen diejenigen, die keine Gnade verdienen.“ (ap)

Kuwait: Sechs Menschen wegen mutmaßlichen Attentatsplans festgenommen

In Kuwait sind sechs Menschen wegen eines mutmaßlichen Komplotts zur Tötung von Führungskräften des Golfstaats festgenommen worden. Das Innenministerium teilte mit, die Verdächtigen stünden mutmaßlich in Verbindung mit der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und hätten Anschläge geplant. Die Festgenommenen hätten gestanden, Spionage betrieben und sich einer Terrorgruppe angeschlossen zu haben, hieß es weiter. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben. Fünf der Festgenommenen seien kuwaitische Staatsbürger. Zudem seien 14 weitere Mitglieder der Gruppe identifiziert worden, die das Land verlassen hätten: fünf Kuwaiter, zwei Iraner und zwei Libanesen sowie weitere fünf Kuwaiter, denen die Staatsbürgerschaft entzogen wurde. (ap)

Huthi-Miliz will sich nicht am Irankrieg beteiligen

Die Huthi-Miliz im Jemen will sich nach eigenen Angaben nicht am Irankrieg gegen die USA und Israel beteiligen. Drei Vertreter der Miliz sagten der Nachrichtenagentur AP, die Gruppe sei historisch und religiös mit Iran verbunden, der ein Verbündeter Jemens sei. Die Entscheidung über eine Kriegsteilnahme liege jedoch ausschließlich bei Jemen. Die Huthi-Vertreter wollten anonym bleiben, da sie nicht befugt waren, mit den Medien zu sprechen. Während des Krieges zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas im Gazastreifen griffen die Huthi immer wieder Frachtschiffe im Roten Meer an und feuerten auch Raketen und Drohnen auf Israel ab. (ap)

Polizei: Hisbollah schießt Streumunition auf Israels Norden

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Polizeiangaben eine Grenzstadt in Israel mit Streumunition beschossen. „Vor einer kurzen Zeit haben Hisbollah-Terroristen ihre Version von Raketen mit Streumunition auf ein Wohngebiet im Norden abgefeuert“, sagte ein israelischer Polizeisprecher in Kiriat Schmona. Das Geschoss sei in der Nähe eines Spielplatzes eingeschlagen, es sei niemand verletzt worden. Sprengstoffexperten hätte die gefährlichen Teile der Munition gesichert und eingesammelt. Die Hisbollah teilte derweil mit, sie habe israelische Soldaten in Kiriat Schmona mit Drohnen angegriffen. Ein Sprecher der Organisation dementierte den Einsatz von Streumunition gegen Israel. (dpa)

Insider: Iran fordert Einbeziehung des Libanon in Waffenruhe

Iran macht Insidern zufolge die Einbeziehung Libanons zur Bedingung ‌für ein mögliches Waffenruheabkommen mit den USA und Israel. Teheran habe Vermittlern mitgeteilt, dass ein ‌Ende des Krieges an einen Stopp der israelischen Offensive gegen die Hisbollah-Miliz geknüpft sei, sagen sechs mit dem Vorgang vertraute Personen. Ein hochrangiger iranischer Vertreter erklärt der Nachrichtenagentur Reuters, die Regierung in Teheran prüfe derzeit noch einen US-Vorschlag zur Beendigung des regionalen Konflikts. Stellungnahmen der beteiligten Regierungen liegen zunächst nicht vor. (rtr)

Pentagon gibt Rüstungsaufträge zur Erhöhung der Raketenproduktion bekannt

Das US-Verteidigungsministerium hat angesichts des Irankrieges mehrere Vereinbarungen zur Steigerung der Raketenproduktion bekanntgegeben. Ziel sei es, die „industrielle Basis auf Kriegszeit“ einzustellen, erklärte das Pentagon am Mittwoch. Mit den Konzernen Lockheed Martin und BAE Systems sei eine Vervierfachung der Produktion von Komponenten des THAAD-Systems beschlossen worden, das im Nahen Osten vermehrt zur Abwehr ballistischer Raketen zum Einsatz kommt. Auch die Produktion taktischer ballistischer Raketen soll beschleunigt werden. Lockheed Martin bestätigte den Auftrag und erklärte, dieser beruhe auf einer früheren Vereinbarung mit der US-Armee im Wert von 4,94 Milliarden Dollar (4,27 Milliarden Euro) aus dem vergangenen Jahr.

Das Unternehmen Honeywell gab derweil bekannt, seine Produktionskapazität von Navigationssystemen und Raketenantrieben mit mehrjährigen Investitionen in Höhe von 500 Millionen Dollar (umgerechnet rund 433 Millionen Euro) auszubauen. US-Präsident Donald Trump hatte die US-Rüstungsindustrie im Zusammenhang mit dem Irankrieg zuletzt zu einer deutlich höheren Produktion gedrängt. Hintergrund sind Sorgen in der US-Regierung, durch den Irankrieg könnten sich die Waffenlager rasant leeren. (afp)

Selenskyj setzt auf Waffenpartnerschaft mit Golfstaaten

Die Ukraine verhandelt nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit den Staaten der Golfregion über eine Waffenpartnerschaft. Diese hätten wegen des Irankriegs größtes Interesse an der ukrainischen Expertise bei der Drohnenbekämpfung, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. „Die Ukraine schlägt eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft vor: Wir können diejenigen stärken, die uns stärken können“, sagte er. Als Gegenleistung sei Kyjiw an Flugabwehrwaffen und Geld für den eigenen Abwehrkrieg gegen Russland interessiert, machte er deutlich. Das neuerliche Angebot Selenskyjs an die Golfstaaten, bei der Drohnenabwehr zu helfen, hängt seinen Angaben nach auch mit der Blockadehaltung Ungarns zusammen, das die Auszahlung eines EU-Milliardenkredits an die Ukraine verhindert. Daher müsse Kyjiw weitere Möglichkeiten zur eigenen Stärkung suchen. „Der Nahe Osten und der Golf sind aus unserer Sicht eine richtige Perspektive und eine echte Chance, uns zu verstärken“, sagte Selenskyj. (dpa)

Trumps Sprecherin äußert sich nicht zu Details in US-Plan

Das Weiße Haus hält sich bedeckt zu Medienberichten über Einzelheiten eines Plans, den die US-Regierung Teheran zur Beendigung des Krieges vorgelegt haben soll. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte, sie habe Berichte über einen 15-Punkte-Plan gesehen. „Das Weiße Haus hat diesen vollständigen Plan nie bestätigt“, fügte sie hinzu. Sie warnte Reporter bei einer Pressekonferenz davor, über „spekulative“ Punkte oder Pläne aus anonymen Quellen zu berichten. Manche Aspekte stimmten, sagte sie zugleich. Die diplomatischen Gespräche gingen weiter, ergänzte Leavitt und bezeichnete diese als „produktiv“.

Zuvor hatte Ägypten Berichte über einen US-Plan bestätigt. „Es gibt von den USA einen Entwurf für einen Plan, der der iranischen Seite übermittelt wurde und der nun geprüft wird“, sagte Ägyptens Außenminister Badr Abdel-Atti. Über die darin enthaltenen Punkte, die teilweise bereits von Medien veröffentlicht wurden, könne er aber nicht sprechen. Man hoffe, dass es bald direkte Gespräche mit den beteiligten Seiten geben werde. Ägypten versuche, unter anderem zusammen mit Pakistan und der Türkei zu vermitteln.

Offiziell dementiert Irans politische und militärische Führung weiterhin jegliche Art von Verhandlungen mit den USA. Es werde keinen Deal geben und man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren, hieß es. Der Sprecher des Präsidialamtes, Elias Hasrati, sagte im staatlichen Rundfunk Irib: „Die entsprechenden Nachrichten sind alle nur eine Lüge.“ Der Feind stecke in einer Sackgasse fest, habe keine Errungenschaften vorzuweisen und stehe auch international in der Kritik. (dpa)

Selenskyj: Russland versucht USA im Irankrieg zu erpressen

Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten ‌Wolodymyr Selenskyj, die USA zu erpressen. Die Regierung in Moskau biete an, den Austausch ‌von militärischen Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu stoppen, sagt Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle Washington der Ukraine keine Geheimdienstdaten mehr zur Verfügung stellen. Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor, erklärt er weiter. Zudem enthalten Selenskyj zufolge einige iranische Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile. Russland weist eine Unterstützung des Irans im Krieg gegen die USA und Israel zurück. (rtr)

Israel verzeichnet mehr Blutspenden seit Kriegsbeginn

Seit Beginn des Irankriegs spenden die Menschen in Israel mehr Blut. So strömten Menschen am Mittwoch in eine Feuerwache in Zentralisrael, um Blut für den israelischen Rettungsdienst zu spenden. „Leider befinden wir uns in einer Situation, in der Raketen und Geschosse direkt über unseren Köpfen einschlagen, und ein Teil der Bevölkerung ist auf Blutspenden angewiesen“, sagte einer der Spender, Amit Israel. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom nimmt täglich Blutspenden entgegen und gab an, dass die Zahl der Spender seit Kriegsbeginn gestiegen sei. Gaya Levi Adam, die für die Spenden zuständig ist, sagte, die Menge der täglich an Krankenhäuser gelieferten Blutkonserven sei von etwa 1.200 Einheiten vor dem Krieg auf bis zu 1.700 in den vergangenen Wochen angewachsen. (ap)

Iran pocht auf Kontrolle der Straße von Hormus

Iran beharrt auf einer vollständigen Kontrolle über die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Ein Sprecher des Zentralkommandos der Streitkräfte erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, die Lage in der Meerenge werde nicht zum vorherigen Zustand zurückkehren: „Es wird geschehen, was wir wollen.“ Allen Schiffen mit Verbindungen zu den USA oder Israel bleibe die Passage untersagt, so der Sprecher. „Die Entscheidung über die Erteilung einer Transitgenehmigung liegt bei uns.“ Laut der iranischen UN‑Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen Iran unterstützen, den Seeweg nutzen – sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen. (dpa)

Israels Außenminister an UN: Hisbollah zu Terrororganisation erklären

Israels Außenminister Gideon Saar hat in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat gefordert, die Angriffe der Hisbollah gegen sein Land zu verurteilen und die proiranische Miliz als Terrororganisation einzustufen. Seit dem 2. März habe die Hisbollah mehr als 3.500 Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, schrieb Saar auf der Plattform X. Die Hisbollah-Angriffe richteten sich gegen dieselben Einwohner, die die Regierung nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 aus Nordisrael evakuiert habe, so Saar. Bereits damals hatte die Hisbollah Gemeinden und zivile Einrichtungen beschossen. Der UN-Sicherheitsrat solle von der libanesischen Regierung die Entwaffnung der Hisbollah und anderer bewaffneter Gruppen verlangen, schrieb Saar weiter. Außerdem solle er die Rolle des Iran als Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region thematisieren. (dpa)

Irankrieg: Guterres ernennt Sondergesandten

Bei seinen Bemühungen um eine Lösung im Irankrieg hat UN-Generalsekretär António Guterres einen Sondergesandten für den Konflikt ernannt. Der Franzose Jean Arnault werde die Anstrengungen der Vereinten Nationen im Hinblick auf den Konflikt und seine Folgen leiten, sagte der UN-Chef in New York. Arnault hat zuvor unter anderem als UN-Gesandter für Afghanistan, Kolumbien und Bolivien gearbeitet. „Dieser Krieg ist außer Kontrolle geraten“, so Guterres. Er rief die USA und Israel auf, den Krieg zu beenden und forderte Iran dazu auf, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen. (dpa)

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