Nach Oettingers rassistischer Rede: Der Kommissar entschuldigt sich
EU-Kommissar Günther Oettinger entschuldigt sich für seine abfälligen Äußerungen über Chinesen. Er hatte von „Schlitzohren und Schlitzaugen“ gesprochen.

Oettinger, derzeit EU-Kommissar für digitale Wirtschaft, hatte in einem Vortrag vor Unternehmern in Hamburg angesichts der wirtschaftlichen Konkurrenz aus Fernost Chinesen als „Schlitzohren und Schlitzaugen“ bezeichnet und dafür den Vorwurf des Rassismus auf sich gezogen.
Am Mittwoch hatte das chinesische Außenministerium mit Verärgerung auf die Äußerungen reagiert. Diese offenbarten ein „verblüffendes Überlegenheitsgefühl“ bei so manchen westlichen Politikern, sagte eine Sprecherin. „Wir hoffen, dass sie lernen, sich selbst und andere objektiv zu betrachten und andere zu respektieren und als Gleichberechtigte zu behandeln.“
Oettinger soll zum Jahreswechsel das mächtige Haushaltsressort in der EU-Kommission übernehmen.
taz lesen kann jede:r
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert
Rechte Politik in Mecklenburg-Vorpommern
Ich will mein Zuhause nicht wegen der AfD aufgeben
+++ USA unter Trump +++
Gabriel schlägt EU-Beitritt Kanadas vor
Koalitionsverhandlungen
Der SPD scheint zu dämmern: Sie ist auf Merz reingefallen
Linke Antworten auf Trump
Die dunkle Seite der Macht
Parkinson durch Pestizide
Bauernverband gegen mehr Hilfe für erkrankte Bauern
Zollstreit in den USA
Trump versucht Menschen zu beruhigen