Nach CSD-Anschlag in Berlin: Regenbogenbank im Tiergarten erneut beschädigt
Die reparierte Regenbogenbank zum Gedenken der CSD-Anschlagsopfer stand erst kurz wieder im Tiergarten. Nun wurde sie zum zweiten Mal demoliert.
Foto: Stefan Zeitz/imago
taz/dpa | Die Regenbogenbank zum Gedenken an den islamistischen Terroranschlag auf den Christopher Street Day (CSD) im Berliner Tiergarten ist erneut zum Teil zerstört worden. Nach Angaben der Polizei wurden eine bunte Holzlatte demontiert und zwei weitere Latten beschädigt. Das sei am Donnerstagabend entdeckt worden. Über die Täter war zunächst nichts bekannt.
Die Bank in Regenbogenfarben war am 6. August nahe dem Ort des Anschlags aufgestellt worden. Ebenso ein Gedenkbaum. Beides, Bank und Baum, war vom Bezirksamt Mitte veranlasst worden. Sie sollen daran erinnern, dass Vielfalt, Respekt und ein selbstbestimmtes Leben in Mitte und der gesamten Stadt Berlin selbstverständlich sind.
Es ist bereits der dritte queerfeindliche Vandalismus gegen die Gedenkstätten des CSD-Anschlags. Bereits Anfang September war die Bank das erste Mal zerstört worden. Kurz später wurde auch der Baum entwurzelt vorgefunden. In beiden Fällen hatte das Bezirksamt Mitte schnell reagiert. Der Baum wurde wieder eingesetzt und auch die Bank war am 14. September wieder aufgestellt worden.
Bei dem Terroranschlag am 25. Juli war der 21-jährige islamistische Attentäter mit einem Wagen in eine Menschengruppe gefahren und gegen einen Baum geprallt. Danach griff der Mann mit einer Machete weitere Menschen an, bevor er floh. Eine Frau wurde getötet und 31 Menschen zum Teil schwer verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Attentäter.
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