Flüchtlinge in Südostasien Malaysia will Rohingya loswerden
Malaysias Premier Anwar Ibrahim brüstet sich im Wahlkampf mit einem Flüchtlingsdeal. Nach Myanmar sollen 5.000 Menschen zurück, darunter Rohingya.
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Proteste und Bürgerkrieg nach dem Putsch
Im südostasiatischen Myanmar (ehemals Burma/Birma) hat der Militärputsch vom 1. Februar 2021 den demokratischen Reformprozess abrupt beendet. Mitglieder der Regierung von Aung San Suu Kyi wurden verhaftet, die friedlichen Massenproteste gegen den Coup hat die Junta mit Waffengewalt zerschlagen. Die pro-demokratische Gegenregierung und bewaffnete Oppositionsgruppen bekämpfen die von Russland unterstützte Militärherrschaft. Inzwischen hat die Junta die Kontrolle über rund die Hälfte des Landes verloren. Myanmar steckt in einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise.
Für mehr als eine Million muslimischer Rohingya, die in den letzten Jahrzehnten nach Bangladesch vertrieben wurden und dort etwa im größten Flüchtlingslager der Welt ausharren, gibt es mangels Sicherheitsgarantien keine Perspektive nach Myanmar zurückzukehren. Die Perspektivlosigkeit in den Lagern entlädt sich in wachsender Gewalt und neuen Fluchtbewegungen über das Meer.
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