Mehrwertsteuersenkung wird erweitert: Bahncards 50 und 25 billiger

Nach den Bahntickets werden nun auch die Rabattkarten 10 Prozent günstiger. Die Mehrwertsteuer soll nach einer Einigung der Finanzbehörden sinken.

Sonnenlicht wirft schatten auf einen ICE.

Bahnfahren wird billiger – weil die Mehrwertsteuer sinkt Foto: Michael Probst/ap

BERLIN dpa/taz | Verbraucher müssen künftig 10 Prozent weniger für eine Bahncard 50 oder eine Bahncard 25 zahlen. Die im Klimapaket der Bundesregierung beschlossene Mehrwertsteuersenkung soll auch für diese Rabatt-Karten der Deutschen Bahn gelten. Dem haben nach dpa-Informationen die obersten Finanzbehörden der Länder zugestimmt. Ein entsprechendes Schreiben des Bundesfinanzministeriums liegt der Deuschen Presse-Agentur vor. Das Ministerium bestätigte der taz die Meldung. Der günstigere Preis gilt für alle Bahncards mit Gültigkeit ab dem 1. Februar.

Wer in den kommenden Januar-Tagen seine Bahncard ab Februar bestellt, soll nach dpa-Informationen bereits von den günstigeren Preisen profitieren. Diejenigen, die erst kürzlich noch zum alten Mehrwertsteuersatz bestellt haben, sollen einen Gutschein in Höhe der Differenz bekommen. Diese Kunden sollen dazu von der Bahn angeschrieben werden.

Im Klimapaket von Ende Dezember hatte die Bundesregierung eine Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 7 Prozent für den Bahn-Fernverkehr beschlossen. Bereits seit Anfang Januar gelten die reduzierten Ticketpreise bei der Deutschen Bahn. Auch die Bahncard 100 ist darin enthalten.

Offen war bislang, ob auch die beiden anderen Bahncard-Typen 50 und 25 – mit denen Kunden die Hälfte beziehungsweise ein Viertel weniger für Tickets zahlen – günstiger werden. Darüber hatten Bund und Länder verhandelt, nun gibt es eine Entscheidung. In Deutschland besitzen mehr als 5 Millionen Menschen eine Bahncard.

Gut fürs Klima

„Wir freuen uns über die schnelle Einigung zwischen Bund und Ländern“, teilte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber am Freitag mit. „Das ist gleich zum Jahresauftakt ein weiterer Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Mobilitätswende.“

Mit der Mehrwertsteuer-Senkung will die Bundesregierung mehr Menschen dazu bewegen, vom Auto oder vom Flugzeug auf die klimafreundlichere Bahn umzusteigen. Die Deutsche Bahn hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass sie eine solche Reduzierung auch für sämtliche Bahncard-Typen begrüßen würde.

Die Maßnahme betrifft indes nur den Fernverkehr, der zu 99 Prozent von der Deutschen Bahn kontrolliert wird. Im Regionalverkehr hingegen sind die Preise zum Fahrplanwechsel um durchschnittlich 1,7 Prozent gestiegen.

Die um 12 Prozentpunkte verringerte Mehrwertsteuer bedeutet eine Preisreduzierung von 10 Prozent. Rechenbeispiel: Eine 100-Euro-Fahrkarte kostet mit 19 Prozent Mehrwertsteuer 119 Euro. Mit 7 Prozent Steuer sind es 107 Euro. Differenz: 12 Euro. Das sind nahezu jene 10 Prozent von 119 Euro.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob sie dieses Element auch sehen wollen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Klimawandel

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob sie dieses Element auch sehen wollen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Alle Artikel zum Thema

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de