Libysches Flugzeug entführt: Täter forderten Asyl
Die Entführung eines libyschen Flugzeuges nach Malta ist offenbar beendet. Inzwischen haben alle Passagiere, die Crew und auch die Entführer den Flieger verlassen.
Im maltesischen Staatsfernsehen war auch zu sehen, wie ein Entführer festgenommen wurde. Über Forderungen und die Identität der Männer war zunächst nichts bekannt. Einer von ihnen hatte in der Flugzeugtür die alte libysche Staatsflagge geschwenkt, die nach dem Sturz und Tod des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 abgeschafft wurde.
Der Airbus der staatlichen libyschen Fluglinie Afriqiyah Airways war am Freitag auf einem Inlandsflug von Sabha nach Tripolis vom Kurs abgewichen und in der maltesischen Hauptstadt Valletta gelandet. An Bord waren 111 Passagiere, darunter 82 Männer, 28 Frauen und ein Kind. Auch ein Angehöriger des libyschen Parlaments hatte sich an Bord befunden, meldete der Nachrichtensender Al-Arabija.
Auch die international anerkannte libysche Regierung hatte bestätigt, dass es sich um eine Flugzeugentführung handele. Medienberichten zufolge drohten die Entführer zwischenzeitlich mit der Sprengung der Maschine. Sie sollen zudem Asyl in Malta gefordert haben.
Der anfangs völlig unterbrochene Flugverkehr wurde bereits am Freitagnachmittag teilweise wieder aufgenommen.
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