Leichte Sprache: AfD zu Menschen mit Behinderungen
Die Partei AfD hat im Bundestag eine Anfrage gestellt. Darin geht es um Menschen mit Behinderungen. Viele Menschen finden die Anfrage schlecht.
Foto: dpa
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Die Partei AfD hat eine Anfrage an die Bundes-Regierung gestellt.
Was ist eine Anfrage?
In einer Anfrage erfragen Parteien im Bundestag
bestimmte Zahlen und Daten.
Zum Beispiel Bevölkerungs-Zahlen.
Die Bundes-Regierung muss die Anfrage dann beantworten.
Sie muss der Partei die Zahlen mitteilen.
Was hat die AfD in ihrer Anfrage gefragt?
Die AfD hat zum Beispiel gefragt:
• Wie viele Menschen mit Behinderungen gibt es in Deutschland?
• Aus welchen Gründen haben diese Menschen eine Behinderung?
• Haben sie eine Behinderung,
weil ihre Eltern miteinander verwandt sind?
• Sind die Eltern miteinander verwandt,
weil sie einen Migrations-Hintergrund haben?
Migrations-Hintergrund bedeutet:
Ein Mensch kommt aus einem anderen Land.
Oder die Eltern oder Großeltern eines Menschen
kommen aus einem anderen Land.
Warum ist die Anfrage von der AfD schlecht?
Die Fragen von der AfD kann man so verstehen:
• Kann man eine Behinderung vermeiden?
• Sind die Eltern von Menschen mit Behinderungen daran schuld?
• Sind Menschen mit Migrations-Hintergrund daran schuld?
Das würde zeigen:
Die AfD sieht eine Behinderung als Problem.
Viele Menschen ärgern sich über die Anfrage von der AfD
Vor allem Menschen und Verbände ärgern sich,
die mit Menschen mit Behinderung arbeiten.
Und für ihre Rechte kämpfen.
Die taz hat mit Ulrich Schneider gesprochen.
Ulrich Schneider arbeitet für den Paritätischen Wohlfahrts-Verband.
Der Paritätische Wohlfahrts-Verband
ist für soziale Aufgaben zuständig.
Zum Beispiel für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen.
Ulrich Schneider sagt:
Die Anfrage von der AfD ist ein großes Problem.
Denn die AfD stellt mit ihrer Anfrage 2 Zusammenhänge her:
• zwischen Behinderung und verwandten Eltern
• zwischen Behinderung und Migration
Ulrich Schneider sagt:
So ein Denken ist menschen-feindlich.
So ein Denken erinnert an den National-Sozialismus.
So ein Denken macht vielen Menschen Angst.
Wir müssen darüber reden.
Wir müssen aufklären.
Wir müssen uns gegen die AfD wehren.
Denn Menschen mit Behinderungen sind ein Teil der Gesellschaft.
Original-Text: Ulrich Schulte
Übersetzung: Belinda Grasnick, Christine Stöckel
Prüfung: capito Berlin, Büro für barrierefreie Information
Vorgelesen von: Belinda Grasnick
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
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