Kälte in Berlin: Unterkünfte für Obdachlose voll

Angesichts von Temperaturen weit unter null Grad sind alle Notunterkünfte belegt, berichtet die Berliner Kältehilfe.

Zelt auf der Oberbaumbrücke

Jetzt zählt jedes bisschen Schutz vor Kälte: Zelt eines Obdachlosen auf der Oberbaumbrücke Foto: dpa

BERLIN (epd) | Die Berliner Kältehilfe für Obdachlose stößt an ihre Auslastungsgrenze. In den ersten Januartagen sei die Belegung der insgesamt mehr als 700 Übernachtungsplätze in der Hauptstadt stetig gestiegen und habe Mitte der Woche erstmals in diesem Jahr die 100-Prozent-Schranke überschritten, sagte Ekkehard Hayer von der Kältehilfe-Koordination am Freitag dem Evangelischen Pressedienst. Mit Blick auf die gesunkenen Nachttemperaturen ergänzte er, „der richtige Härtetest kommt jetzt in den kalten Nächten“.

Die Anzahl der verfügbaren Übernachtungsplätze für Obdachlose schwankt berlinweit von Tag zu Tag. Grund sind die Nachtcafes, die im Gegensatz zu den Notübernachtungen nicht an jedem Tag der Woche geöffnet sind.

Erst am Mittwoch wurde im Berliner Wedding in der Seestraße eine weitere Notübernachtung eines gemeinnützigen Trägers mit 59 Betten eröffnet. In der Regel erhalten die Gäste in den Einrichtungen eine warme Mahlzeit, einen Schlafplatz und je nach Ausstattung auch Kleiderspenden.

Die Kältehilfe läuft bis 31. März. Die seit Dezember regierende rot-rot-grüne Koalition in Berlin will die Kapazitäten auf mindestens 1.000 Plätze erhöhen. Außerdem hat die BVG laut Kälthilfe-Koordination bei Temperaturen von null Grad und darunter die U-Bahnhöfe Schillingstraße (U5) und Südstern (U7) die Nacht über geöffnet.

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