Im Alter von 75 Jahren gestorben: Schauspieler Jürgen Hentsch ist tot
Ob in der Rolle als Heinrich Mann, als SPD-Politiker Herbert Wehner oder als Shakespeares Macbeth: Jürgen Hentsch war besonders als Charakterdarsteller bekannt.
BERLIN dpa | Er spielte den Schriftsteller Heinrich Mann, den SPD-Politiker Herbert Wehner und Shakespeares Macbeth: Jürgen Hentsch, der in Film, Fernsehen und Theater für seine Charakterrollen bekannt wurde, ist tot.
Der Schauspieler starb am Mittwoch nach langer Krankheit im Alter von 75 Jahren in Berlin, wie seine Ehefrau auf Anfrage bestätigte.
Der 1936 in Görlitz geborene Hentsch trat seit den 60er Jahren auf DDR-Bühnen auf, etwa am Deutschen Theater in Berlin als Macbeth, sowie in Film und Fernsehen. Dazu gehörte das Antikriegsdrama "Ich war neunzehn".
Nach der Wende wurde er für große TV- und Filmproduktionen engagiert, etwa für den "Totmacher" mit Goetz George, das Dokudrama "Im Schatten der Macht", wo er den SPD-Politiker Herbert Wehner verkörperte, oder Dieter Wedels "Der Schattenmann".
Für seine Rolle als Heinrich Mann im Mehrteiler "Die Manns" (2001) wurde Hentsch mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert