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Hoffnung für Friedrichshainer HausprojektLiebig 14 will kaufen

Nach dem Treffen mit Bezirksbürgermeister Franz Schulz hoffen die BewohnerInnen der von Räumung bedrohten Liebigstraße 14 auf Hilfe vom Senat - und feiern.

Wenigstens in einem Lied geht alles gut aus. Als am Donnerstagabend zur Eröffnung des Antiräumungsfestivals im Hausprojekt Liebigstraße 14 in Friedrichshain das Duo Berlinska Droha spielt, fragt Sänger Paul nach drei Worten für das nächste Lied. "Drehkolbenpumpe", kommt aus dem Publikum, "Plastikrecycling" und - natürlich - "Räumung". Paul dichtet ein Lied davon, wie eine Anwohnerin die Räumung der Liebigstraße 14 mit einer Drehkolbenpumpe verhindert. Die Zuhörer klatschen.

Auf diesen Abend hatte die Hausgemeinschaft der Liebigstraße 14 seit Wochen hingearbeitet. Parallel zum Hausfestival trafen sich Vertreter aus Politik und Nachbarschaftsvereinen mit BewohnerInnen zum Runden Tisch. Dem Projekt droht die Räumung, die Hauseigentümer hatten die Mietverträge gekündigt. Der Einladung zum Runden Tisch waren sie nicht gefolgt.

"Es ist schwer etwas zu tun, ohne zu wissen, auf welche Verhandlungen sich die Eigentümer einlassen", sagte Franz Schulz, grüner Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg. Einer der beiden Eigentümer, Edwin Thöne, hatte Schulz im Vorfeld signalisiert, sich für ein seriöses Kaufangebot einzusetzen.

Die Teilnehmer des Treffens einigten sich darauf, zwei Wege zu prüfen. Ein Kaufangebot für das Haus über eine Stiftung, die bereits früher Interesse bekundet hatte, soll detailliert ausgearbeitet werden. Gleichzeitig will Franz Schulz Anfang kommender Woche mit dem Liegenschaftsfonds Berlin über eventuelle Tauschobjekte aus dem Stadtbesitz verhandeln. Dafür bräuchte es jedoch die Zustimmung des Finanzsenators. Innensenator Ehrhard Körting habe Schulz bereits versichert, ein Interesse an einer friedlichen Lösung des Konflikts zu haben. Am nächsten Freitag wollen sich Vertreter des Runden Tischs erneut zum Gespräch treffen. An diesem Samstag um 18 Uhr beginnt am Kreuzberger Heinrichplatz eine Demonstration gegen die Räumung des Projekts und für soziale Wohnungspolitik. LUS

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