Hier spricht der große Vorsitzende (3): „Politik ist das Problem“
Ihre Wahlstimmen werden zusammengefasst unter „Sonstige“: die Kleinstparteien. Die taz lässt sie zu Wort kommen. Dieses Mal: Partei der Vernunft.
taz: Waren Sie mal Klassensprecher?
Norbert Geng: Nein. Für eine politische Laufbahn in der Partei der Vernunft ist dies auch nicht entscheidend. Bei uns begegnen sich alle auf Augenhöhe – deshalb duzen wir uns grundsätzlich. Uns alle motiviert allein der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmtheit.
Was wollen Sie werden, wenn Sie mal groß sind?
ist Bundesvorsitzender der Partei der Vernunft. Sie wirbt mit dem Slogan „Wir schenken Ihnen nichts … aber lassen Ihnen alles“. Ergebnis bei der Bundestagswahl 2009: nicht angetreten.
Die Rubrik „Hier spricht der große Vorsitzende“ erscheint täglich in der wahl-taz. Bis auf eine Spezialfrage werden alle Parteichefs mit den gleichen Fragen konfrontiert.
Kurz vor der Wahl: die abschließende und umfassende Analyse der Kleinstparteien.
Dann wollen wir es geschafft haben, dass insgesamt weniger Politik notwendig ist. Denn Politik löst keine Probleme, sie ist das Problem. Deshalb wollen wir, dass die Bürger mehr Mitspracherecht erhalten und sich die Politik zurückziehen kann.
Wie lange dauert es noch, bis die Vernunft siegt?
Unser Ziel ist der 22. September.
Sind Sie für die 5-Prozent-Hürde?
Nein. Sie verhindert, dass kleinere Parteien in den Bundestag einziehen. Häufig sind es aber die kleinen, die sich trauen, das zu sagen, was alle denken. Denn sie sind noch nicht vom politischen Duktus des Mitschwimmens beeinflusst.
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