Hakenkreuze auf Pride-Flaggen: Regenbogenkombinat Cottbus erneut attackiert
Der Treffpunkt der queeren Community in Cottbus ist erneut Zielscheibe rechtsextremer Übergriffe geworden. Die Fassade wurde mit „Wir hassen euch“ beschmiert.
Foto: Focke Strangmann/dpa
epd | Das Regenbogenkombinat Cottbus ist erneut Zielscheibe rechtsextremer Übergriffe geworden. In der Nacht zu Samstag seien dort Hakenkreuze auf mehrere Regenbogenfahnen gesprüht worden, teilte die Initiative „Sichere Orte Südbrandenburg“ am Samstag mit. Außerdem sei die Fassade mit dem Schriftzug „Wir hassen euch“ versehen worden.
Das Regenbogenkombinat sei „ein wichtiger Anker für die queere Gemeinschaft in Cottbus und der Niederlausitz“, erklärte die Initiative. Es sei bereits mehrfach von extrem rechten Gewalttätern angegriffen worden und habe sich deshalb mit weiteren soziokulturellen Orten zur Initiative „Sichere Orte Südbrandenburg“ zusammengeschlossen.
Gefährdete Orte schützen
Das solidarische Netzwerk wehre sich gemeinsam gegen rechte Angriffe, „mit öffentlicher Sichtbarkeit, praktischer Unterstützung und klarer Haltung“, hieß es. Der Sprecher der Initiative, der evangelische Pfarrer Lukas Pellio, erklärte, es sei bereits seit Längerem erkennbar, dass extrem rechte Wahlergebnisse zu mehr rechten Straftaten führen. Erwartet werde, dass dadurch gefährdete Orte wirksam geschützt und langfristig abgesichert werden. Wer jetzt bei Vielfalt und Demokratie spare, habe „die Zeichen der Zeit nicht erkannt“.
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