Haftbefehl gegen abgetauchten Nazikoch: Attila Hildmann erhielt wohl Tipp

Der Verschwörungstheoretiker und Koch wurde wohl aus den Behörden vor seiner drohenden Verhaftung gewarnt. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt intern.

Attila Hildmann schaut finster.

Auf der Flucht: Attila Hildmann, bei einer Demonstration im letzten Jahr vor dem Berliner Reichstag Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

BERLIN afp/dpa | Die Berliner Staatsanwaltschaft vermutet, dass Informationen über einen Haftbefehl gegen den Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann aus den eigenen Reihen weitergereicht wurden. Es werde gegen Unbekannt wegen Verletzung von Dienstgeheimnissen ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Es gebe jedoch keinen Zusammenhang zwischen der Informationsweitergabe und Hildmanns Flucht ins Ausland, sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag. Hildmann habe sich schon einige Zeit davor abgesetzt.

Zuvor hatten die „Süddeutsche Zeitung“ und der Westdeutsche Rundfunk über das Leck berichtet. Demnach soll Hildmann einen Tipp von einem Justizinsider erhalten haben, als ein Haftbefehl wegen Volksverhetzung, öffentlicher Aufforderung zu Straftaten und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gegen ihn erging.

Der in der Coronakrise als Verschwörungstheoretiker aufgetretene Vegankoch Hildmann hatte sich ins Ausland abgesetzt und so dem Zugriff der Polizei entzogen. Ziel seiner Flucht soll die Türkei gewesen sein. Die genauen Umstände von Hildmanns Flucht vor der Justiz beschäftigen die Ermittler seitdem intensiv.

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