Häusliche Gewalt nimmt zu: Die Zahl der Todesfälle ist gestiegen
Bei häuslicher Gewalt verzeichnet die Polizei einen Anstieg um knapp 5 Prozent. In dem Zusammenhang gab es vergangenes Jahr auch mehr Todesopfer.
Foto: IMAGO/Roland Hartig
KNA | In Berlin sind im vergangenen Jahr 24 Menschen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt getötet worden. 13 von ihnen waren weiblich, 11 männlich. Das geht aus Daten zur polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die der Sender rbb24 am Dienstag nach eigenen Recherchen verbreitete. Danach waren 17 Menschen Opfer von Mord oder Totschlag, 3 starben an einer Körperverletzung mit Todesfolge, 4 wurden Opfer einer fahrlässigen Tötung.
Im Jahr 2024 waren insgesamt 17 Menschen bei häuslicher Gewalt getötet worden, also 7 weniger. Bei allen Fällen häuslicher Gewalt insgesamt verzeichnete die Berliner Polizei im Jahr 2025 einen Anstieg von fast 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 20.160 Opfer – 70,5 Prozent von ihnen waren Frauen. Bei 77,9 Prozent der Straftaten in diesem Kontext handelte es sich um Körperverletzungen und Bedrohungen. Zu Nachstellungen kam es in 5,8 Prozent der Fälle, Nötigungen hatten einen Anteil von 4,1 Prozent, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 3,7 Prozent.
Leichter Rückgang in Brandenburg
In Brandenburg gab es demgegenüber 6.781 Opfer häuslicher Gewalt. Dort sank die Zahl im Vergleich zu 2024 um 345. Seit 2021 war aber auch hier ein deutlicher Anstieg von rund 10 Prozent zu verzeichnen. 69,5 Prozent der Opfer in Brandenburg im vergangenen Jahr waren laut rbb24 weiblich. 10 Personen wurden getötet oder starben an den Folgen einer Körperverletzung; 8 waren Frauen, 2 Männer.
Häusliche Gewalt wird definiert als Gewalt, die innerhalb eines familiären oder partnerschaftlichen Verhältnisses ausgeübt wird.
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