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Ghislane MaxwellVerdi: Presseausweis in Epstein-Akten Fälschung

Eine Gewerkschaft hat Zweifel an einem Presseausweis, der vor Jahren auf die heute inhaftierte Ghislane Maxwell ausgestellt worden sein soll.

Ghislaine Maxwell auf einem vom U.S. Justice Department 2025 veröffentlichten Privatfoto Foto: US-Justizministerium

dpa | Bei einem in den Ermittlungsakten zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aufgetauchten Presseausweis handelt es sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi „sicher um eine Fälschung“. Der Scan eines internationalen Presseausweises (IPC – International Press Card) sei nicht von der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) innerhalb von Verdi ausgestellt worden, teilte die Gewerkschaft mit.

Die Dokumentennummer weiche von anderen im Jahr 2015 herausgegebenen Ausweisen ab, hieß es weiter. „Wir gehen deshalb von einer Fälschung der IPC aus. Wir behalten uns, wie in solchen Fällen üblich, rechtliche Schritte vor.“

Zuvor war bekanntgeworden, dass ein Dokument auf die derzeit im Gefängnis sitzende Epstein-Vertraute Ghislane Maxwell mit Gültigkeit im Jahr 2017 ausgestellt worden sein soll, wie aus zwei Scans in den Ermittlungsakten hervorgeht. Diese zeigen jeweils die Vorderseite des Ausweises. Der Spiegel hatte zuerst darüber berichtet.

Unklar, warum Maxwell einen Presseausweis besessen haben soll

Einen Presseausweis erhalten Journalistinnen und Journalisten, um sich Zutritt zu Behörden und Ministerien zu verschaffen. Auch bei Veranstaltungen oder Notfällen werden Journalisten mit Presseausweis vor Ort vorgelassen.

Maxwell war im Jahr 2022 verurteilt worden, weil sie eine zentrale Rolle beim Aufbau des Missbrauchsrings gespielt hatte, den der Multimillionär Epstein jahrelang aus New York betrieben hatte. Dem Missbrauchsring fielen Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer. 2019 starb Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.

Der Finanzier hatte beste Kontakte in die High Society, was zahlreiche Spekulationen über die Tragweite des Skandals mit sich brachte. Per Gesetz wurde schließlich die Veröffentlichung der Akten verfügt, gegen die sich US-Präsident Donald Trump lange gewehrt hatte.

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