: Gewalt in al-Aksa
Sorge vor Eskalation im Nahostkonflikt
Schwere Zusammenstöße zwischen der israelischen Polizei und Palästinensern in der Jerusalemer Al-Aksa-Moschee schüren die Sorgen vor einer neuen Eskalation im Nahostkonflikt. Nach palästinensischen Medienberichten wurden Dutzende verletzt, als israelische Sicherheitskräfte am frühen Mittwochmorgen das Gotteshaus stürmten. Israels Polizei erklärte, sie sei in die Moschee eingedrungen, nachdem sich etliche „maskierte Unruhestifter“ mit Feuerwerkskörpern, Stöcken und Steinen in der Moschee verbarrikadiert hatten.
Die den Gazastreifen kontrollierende Terrororganisation Hamas griff daraufhin Südisrael mit Raketen an, das israelische Militär flog als Vergeltung Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen.
Die Al-Aksa-Moschee ist das drittwichtigste Heiligtum des Islams. Sie steht auf der Anhöhe, wo einst die jüdischen Tempel standen, von denen nur noch die Klagemauer – das höchste jüdische Heiligtum – geblieben ist.
Aktuell zieht es wegen des Fastenmonats Ramadan besonders viele Muslime in die Al-Aksa-Moschee. An diesem Mittwoch beginnt zudem das Pessachfest, eines der wichtigsten Feste des Judentums. Gewaltsame Konfrontationen am Tempelberg haben in der Vergangenheit zu Kriegen zwischen Israel und der Hamas geführt, zuletzt 2021.
Seit dem letzten Jahr haben Gewaltakte in Israel und den Palästinensergebieten stark zugenommen. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AP sind seit Jahresanfang bei Militäraktionen und Gewalt durch jüdische Siedler mindestens 88 Palästinenser, darunter viele Militante, getötet worden. Im gleichen Zeitraum starben durch Attacken von Palästinensern 15 Israelis. (ap, taz)
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