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Gewalt in Mexiko Wie gelingt der Kampf gegen die Drogenkartelle?

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Ein toter Drogenboss und eine gewaltsame Racheaktion – wohin steuert Mexiko nach der Tötung von „El Mencho“? Und wieso ist die Zerschlagung der Kartelle so schwer?

Am Wochenende erlebte Mexiko eine Welle der Gewalt. Das Kartell Jalisco Nueva Generación zündete Fahrzeuge und Geschäfte an und blockierte Straßen in mehreren Landesteilen. Bevor zunächst wieder Ruhe einkehrte, verloren wohl rund 75 Menschen ihr Leben.

Die Unruhen waren die Antwort auf die Tötung ihres Chefs Nemesio Oseguera Cervantes. Der Kartellboss, auch „El Mencho“ genannt, dealte einst mit Drogen in den Vereinigten Staaten, bevor er nach Mexiko abgeschoben wurde. Dort verdingte er sich erst in einem anderen Kartell, bevor er Jalisco Nueva Generación gründete und aufbaute. Durch Drogen-, Menschen- und Waffenhandel sowie andere Verbrechen häufte die Organisation ein Milliardenvermögen an.

Während „El Mencho“ von mexikanischen Militärs getötet wurde, führten offenbar auch Hinweise aus den USA die Ermittler auf seine Spur. US-Präsident Donald Trump hat ein Interesse an symbolischen Erfolgen gegen die Kartelle in Mexiko, die er als Erfolge im Kampf gegen die Drogen verkaufen will – dabei ist fragwürdig, ob die Aktion wirklich etwas gegen die Schwemme von Fentanyl, Kokain und Co bewirken kann.

In jedem Fall zeigen die Unruhen: Mit ihren mafiösen Strukturen haben die Kartelle weite Teile Mexikos durchdrungen. Der taz-Autor Wolf-Dieter Vogel hat lange Zeit in Mexiko gelebt und vor Ort immer wieder zu den verbrecherischen Machenschaften recherchiert. In der aktuellen Folge der Fernverbindung spricht er mit taz-Redakteur Leon Holly über die Gründe für ihre Macht – und wie der Staat dagegen vorgehen kann. Wie unterscheidet sich die Politik der linken Präsidentin Claudia Sheinbaum von der ihres Vorgängers? Und welche Rolle spielen die USA?

Diese Folge wurde aufgezeichnet am 24. Februar 2026 um 17.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Fernverbindung – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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