Gewalt im Wahlkampf: Demonstranten gegen AfD bedroht und verletzt
In Templin protestieren Menschen gegen eine AfD-Wahlkampfveranstaltung. Zwei Gegendemonstranten werden angegriffen, einer flüchtet sich in ein Geschäft.
Foto: Matthias Schrader/AP
dpa/afp | Im Zusammenhang mit einer AfD-Wahlkampfveranstaltung im nordbrandenburgischen Templin sind Menschen bedroht und verletzt worden. Laut Polizei fand die Veranstaltung des AfD-Kreisverbands Uckermark mit etwa 80 Besuchern statt. Gleichzeitig gab es zwei Protestkundgebungen mit rund 105 Teilnehmern. Die Polizei musste beide Gruppen auseinanderhalten.
Den Angaben zufolge hatten etwa zehn Teilnehmer der AfD-Veranstaltung versucht, zu einem Proteststand zu gelangen und wurden von Polizisten daran gehindert. Einer der Teilnehmer der AfD-Veranstaltung drohte einem Demonstranten mit Schlägen. Er erhielt einen Platzverweis.
Später verfolgten demnach zwischen 10 und 20 Menschen einen anderen Teilnehmer der Gegenveranstaltung und verletzten ihn mit einem Tritt gegen das Schienbein und einen Schlag gegen das Ohr. Der Angegriffene flüchtete sich in einen Drogeriemarkt. Die Polizei nahm die Personalien von zwölf Personen auf. Ob sie Teil der AfD-Wahlkampfveranstaltung waren, sei noch nicht geklärt, aber anzunehmen, sagte ein Sprecher.
Die Polizei ermittelt weiter – auch zu Pyrotechnik, die aus einer der Gruppen gezündet worden sein soll. Die Eröffnungsrede der AfD-Veranstaltung hatte der Bundestagsabgeordnete Hannes Gnauck gehalten. Dieser ist auch Vorsitzender der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA), die gerade ihre Auflösung zu Ende März beschlossen hat.
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