Fox News wettert gegen die Muppets: Alles linke Propaganda
Fox News wirft den Machern der Muppets vor, "linke Gehirnwäsche" zu betreiben. Nun schlagen die Filzpuppen zurück.
LONDON dapd/taz | Kermit der Frosch verbreitet linke Propaganda? So sieht es zumindest der amerikanische Sender Fox News. Der Grund: In ihrem neuen Kinofilm müssen sich die Muppets mit dem geldgierigen Multimillionär Tex Richman herumschlagen, der die Muppet-Studios abreißen will, um an eine unter dem Studio verlaufende Ölquelle zu gelangen.
Was für die Mehrheit der Kinobesucher eine amüsante Story ist, ist für den rechtspopulistischen Sender hochgefährliche linke Gehirnwäsche. Das Puppenensemble sei eine Gefahr für Kinder, hieß es bei Fox News. "Kein Wunder, dass jetzt Occupy-Aktivisten vor der Wall-Street campen", befand Anchorman Eric Bolling. "Sind die Linken nun schon so weit, dass sie unsere Kinder indoktrinieren müssen?"
Laut Fox News sind die Muppets also gefährlich für die politische Bildung der amerikanischen Kinder. Der Sender sieht in der Figur des habgierigen Ölbarons einen Versuch, erfolgreiche Geschäftsleute, die Ölindustrie und den "American Dream" in den Schmutz zu ziehen.
Nun aber wehren sich der Frosch und das Schwein gegen die Vorwürfe. "Wie können wir etwas gegen die Ölindustrie haben?", fragt Kermit auf einer Pressekonferenz in London. "Wir fahren doch den ganzen Film über in spritfressenden Rolls Royces herum!"
Und auch Miss Piggy positioniert sich ganz klar zu dem Vorwurf, Hollywood sei ein von Linken unterwandertes Gefilde. "Das ist fast so lächerlich als würden wir Fox News vorwerfen, Nachrichten zu produzieren."
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