: ForeverTrump?
Als Donald Trump das erste Mal US-Präsident wurde, erklärten Samuel Cosmano und andere aus der Nähe von Buffalo der taz, warum sie ihn wählen. Wie blicken sie heute auf den Präsidenten und seine Politik? Ein Besuch vor den Midterms
Aus East Aurora, Buffalo und Grand Island Antje Lang-Lendorff (Text und Fotos)
Samuel Cosmano freut sich. „Ist er nicht peinlich?“ Er grinst. „Ist er nicht wirklich sehr peinlich?“ Das Grinsen wird breiter. „Er ist kein toller Redner, er ist kein Politiker.“ Kunstpause. „Und das gefällt mir.“
Mit diesen Worten beginnt eine taz-Reportage aus dem Sommer 2017. Donald Trump regierte damals zum ersten Mal die USA, und Samuel Cosmano, ein fröhlicher 51-Jähriger mit braunen Locken, war zufrieden. Er lebte mit seiner Familie in East Aurora, einer kleinen wohlhabenden Stadt in der Nähe von Buffalo im Bundesstaat New York. Hier betrieb er einen Car and Dog Wash, einen Waschsalon für Autos und Hunde. Er und seine Freunde aus dem Ort hielten den Präsidenten damals für einen geschickten Geschäftsmann, der erst Maximalforderungen stellt, um dann etwas Besseres herauszuhandeln. Seine Grobheiten sahen sie als gewiefte Taktik.
Heute, neun Jahre und anderthalb Amtszeiten Trumps später, klingt Samuel Cosmano etwas zurückhaltender. An einem Donnerstagmittag Anfang Oktober sitzt er in einer Gaststätte in East Aurora, um wieder mit der taz über den US-Präsidenten zu sprechen. Die Haare des 60-Jährigen sind grau meliert und kurz geschnitten. Er hat sich für den Tisch gleich neben dem Eingang entschieden, so kann er alle begrüßen, die er kennt, und das sind viele. „Good to see you.“ Fester Handschlag, röhrende Stimmen, die ein wenig so klingen wie die Motoren der Pickup-Trucks vor der Tür. Hinter dem hölzernen Tresen flimmert Baseball über einen Bildschirm.
„Trump hat eine eigenwillige Persönlichkeit. Er ist sehr direkt, und ja, das kommt vielleicht taktlos rüber“, sagt Samuel Cosmano heute. „Manchmal, wenn ich ihn reden höre, ist mir das auch unangenehm.“ Dass Trump den nur eine Stunde nördlich gelegenen Lake Ontario an der Grenze zu Kanada in „Lake America“ umbenennen wolle, sei so ein Beispiel. Cosmano verzieht das Gesicht. „Das ist albern.“ Dann wird er ernst, sagt mit Nachdruck: „Ich glaube trotzdem, dass Trump schlau ist. Er ist street smart. Und er bewegt etwas.“
Nun bewegt Trump zweifellos ziemlich viel. Unter anderem hat er Zölle gehoben und gesenkt, Hunderttausende Menschen abschieben lassen, den Iran angegriffen und sich mit dem nahen Kanada verkracht. Was Samuel Cosmano dazu sagt?
Der erste Absatz dieses Textes stammt aus einer Reportage der verstorbenen Kollegin Bettina Gaus. Sie war vor Trumps erster Präsidentschaft 2016 durch die USA gereist, unter anderem in den Bundesstaat New York, und hatte mit vielen gesprochen, die ihn wählen wollten. Auch wegen dieser Gespräche war sie früh überzeugt, dass Trump gegen Hillary Clinton gewinnen würde.
Im Sommer 2017 kehrte sie noch einmal nach East Aurora und Buffalo zurück, um zu hören, wie Trump als Präsident bei denen, die für ihn gestimmt hatten, denn nun ankommt. Sie redete mit Samuel Cosmano und seinen Freunden. Mit Mary Stang-Cooke, die für die Republikaner auf lokaler Ebene lange Stadträtin war. Und mit Jen Griesbaum, die für eine demokratische Politikerin arbeitet und trotzdem für Trump gestimmt hatte.
Kommende Woche stehen in den USA die Midterms an, die wichtigen Zwischenwahlen. Was denken jene Trump-Wähler*innen von damals heute über den US-Präsidenten und seine Politik? Haben sich ihre Hoffnungen erfüllt, sind sie enttäuscht?
Bei den Midterms wird das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt und ein Drittel der Sitze im Senat. Üblicherweise schneidet die Partei des amtierenden Präsidenten bei den Zwischenwahlen schlechter ab. Hinzu kommt die Unbeliebtheit Donald Trumps: In einer aktuellen Umfrage sagten nur noch 31 Prozent, dass sie mit seiner Arbeit zufrieden sind, so wenige wie nie in beiden Amtszeiten. Vor allem die hohen Preise und der Irankrieg kosten ihn Unterstützung unter Republikanern. Verliert Trump auch nur eine der beiden Kammern des Kongresses, wäre seine Macht eingehegt. Mit einer Mehrheit im Repräsentantenhaus könnten die Demokraten Gesetze und den Haushalt blockieren und sogar ein neues Amtsenthebungsverfahren einleiten. Glaubt man ihnen, geht es bei den Midterms um nichts weniger als die Rettung der amerikanischen Demokratie.
East Aurora liegt zwischen bewaldeten Hügeln, knapp 600 Kilometer nordwestlich von New York. Die Blätter färben sich Anfang Oktober bereits gelb und orange-rot. Rund 6.000 Menschen leben in der schmucken kleinen Stadt. Es gibt Restaurants, einen Kunst- und einen Buchladen, ein Kino und einen Bio-Supermarkt. Der Spielzeughersteller Fisher-Price hat in East Aurora seinen Sitz. Das Haushaltseinkommen lag 2024 bei 103.000 Dollar und damit über dem Schnitt in den USA. An den Laternen der Hauptstraße hängen amerikanische Flaggen und Bilder der Soldaten, die in diversen Kriegen gedient haben. Eichhörnchen huschen über die Wiesen, zwischen den Häusern sieht man öfters Rehe.
Ein friedlich wirkender Ort. Aber natürlich ist die in den USA allgegenwärtige Polarisierung auch hier spürbar. Der Bundesstaat New York wählt traditionell demokratisch, was vor allem an den großen Städten liegt, allen voran New York. Im kleinen East Aurora stellen die Demokraten den Bürgermeister, doch das konservative Land ist direkt nebenan. Auch hier haben sich Familien und Freunde wegen Trump zerstritten. Über Politik reden manche am liebsten gar nicht mehr. Zu viel Konflikt, zu ermüdend.
Samuel Cosmano lebt mit seiner Familie etwas außerhalb auf einer kleinen Farm mit Pferdestall. Den Car and Dog Wash betreibt er noch immer. 2017 erzählte er, dass er vielleicht eine zweite Waschanlage eröffnen wolle. „Das hat mir meine Frau wieder ausgeredet, zu viel Stress“, erzählt er am Donnerstagmittag in der Gaststätte. Die Kinder seien damals noch klein gewesen, das Geschäft lief auch so gut. Sie konnten über die Jahre ihr Haus renovieren und einen Pool in den Garten bauen. Der Sohn arbeitet inzwischen, die Tochter studiert. Beide wohnen noch zu Hause.
„Ihre Kollegin fragte damals, ob ich nicht glaube, dass Trump ein mentales Problem hat“, kommt Samuel Cosmano auf den Präsidenten zurück. Dazu will er noch was sagen. „Ja, Trump hat ein großes Ego, aber die liberalen Medien berichten auch nicht fair über ihn. Oder wann haben Sie das letzte Mal was Positives über ihn gehört?“
Er selbst schaue seit Jahren keine klassischen Nachrichtensender wie CNN mehr. „Sie berichten voreingenommen.“ Cosmano informiert sich inzwischen über „unabhängige Medien“ im Internet, wie er sie nennt. Jeden Morgen hört er „The President’s Daily Brief“, den Podcast eines ehemaligen CIA-Offiziers, der öfters auch bei Fox News auftritt. Er mag Joe Rogan, der Trump vor der Wahl 2024 unterstützt hatte und dann wieder auf Distanz ging. „Da kriegt man beide Seiten.“ Manchmal höre er auch „Investigate Earth Conspiracy“, erzählt Cosmano mit süffisantem Lächeln. „Das ist ein Verschwörungskanal, aber lustig.“ Er nehme das „nicht ganz ernst“.
Ob er in den vergangenen zehn Jahren politischer geworden ist? „Ich habe noch immer dieselben Überzeugungen“, antwortet er. Er sei gegen hohe Steuern, gegen einen starken Staat. Er sieht sich als konservativen, unabhängigen Geschäftsmann, „in the middle of the road“ – in der Mitte der Gesellschaft.
Eine ältere, blonde Frau kommt herein. „Hi Sammy“, begrüßt sie ihn, „du siehst gut aus.“ „Ich habe 27 Pfund abgenommen, echt sexy, oder?“ „Ja, das bist du!“ Beide lachen.
Fragt man Cosmano, was er als Businessman zu Trumps Handelskrieg mit Kanada sagt, der die Unternehmen beider Länder belastet, winkt er ab. „Kanada hat vorher schon hohe Zölle erhoben.“ Das Land importiere chinesische Waren, klebe ein Made-in-Canada-Schild darauf und exportiere sie in die USA. Das schade der amerikanischen Wirtschaft, und das ärgert ihn. Er ist generell schlecht auf Kanada zu sprechen, wegen der „Massenmigration“, wie er es nennt. „Die kanadische Regierung verrät ihr Volk“, sagt er. Er hat kanadische Freunde, die sähen das ähnlich. „Einer überlegt, in die USA auszuwandern. Er hält es dort nicht mehr aus.“
Tatsächlich schützt Kanada den eigenen Markt für Milchprodukte mit hohen Zöllen. Darauf richtet sich die Wut in der Debatte, dabei werden die Zölle erst ab einer Quote erhoben, die US-amerikanische Unternehmen bislang nicht ausschöpften. Freihandelsabkommen regelten in der Vergangenheit einen weitgehend zollfreien Güterverkehr zwischen Kanada, den USA und Mexiko. Worauf Cosmano mit dem Wort „Massenmigration“ anspielt: Ab 2021 stieg der Anteil der Migrant*innen von 3 auf 7,5 Prozent der Gesamtbevölkerung Kanadas. Das Land organisiert seine Einwanderung über ein Punktesystem. Weil so viele Menschen kamen, reduzierte die kanadische Regierung die Quoten, stellte aber zuletzt wieder mehr Zuwanderung in Aussicht.
Samuel Cosmano dagegen will „geschlossene Grenzen“. Auch deshalb werde er bei den Zwischenwahlen wieder für Trumps Republikaner stimmen, sagt er. Versteht er sich als Teil der MAGA-Bewegung – Make America Great Again? Cosmano beugt sich über den Tisch nach vorne und senkt die Stimme. MAGA hafte ein Stigma an, sagt er. „Dabei heißt das doch nur: Mach Amerika wieder groß. Natürlich bin ich dafür. Ich wüsste nicht, wie man nicht dafür sein könnte.“
Samuel Cosmano muss jetzt los, einen Freund aus Kalifornien vom Flughafen abholen. Er erzählte schon 2017 von ihm, einem ehemaligen Klassenkameraden, mit dem er politisch manchmal aneinander geriet. Zuletzt stritten sie sich in einer Chatgruppe darüber, ob Elon Musk bei Trumps Amtseinführung den Hitlergruß gezeigt habe oder nicht, erzählt Cosmano. „Er kann mir nicht sagen, was ich zu denken habe.“ Als er das schrieb, habe der Freund die Chatgruppe verlassen. „Doch jetzt braucht er jemanden, der ihn vom Flughafen abholt“, sagt er vergnügt. „Und wissen Sie was? Ich bringe ein paar Bier mit, und ich wette, wir haben eine gute Zeit.“
Wir verabreden, das Gespräch bei einem Besuch des Car Wash fortzusetzen. Am Sonntag spielen zudem die Buffalo Bills, die heimische Football-Mannschaft. Sie haben in dieser Saison bislang nur gewonnen. Cosmano schlägt vor, das Spiel bei ihm auf der Farm zu schauen.
Dieser Artikel wurde möglich durch finanzielle Unterstützung des Recherchefonds Ausland e. V. taz.de/auslandsrecherche
Die Meinungsforschung unterscheidet bei den Republikanern zwischen verschiedenen Gruppen. Es gibt die MAGA-Republikaner, die weiter fest zu Trump halten. Aber es gibt auch jene, die sich nicht in erster Linie als Anhänger*innen des Präsidenten verstehen, sondern als konservativ und republikanisch. Sie machen etwa die Hälfte der republikanischen Wählerschaft aus, schreibt die Meinungsforscherin Kristen Soltis Anderson. Sie nennt sie die „normalen“ Republikaner. Unter denen wachse die Unzufriedenheit mit Trumps Politik. Wie die Midterms ausgehen, hängt maßgeblich davon ab, wie sie sich entscheiden.
Samuel Cosmano würde man wohl eher nicht zu dieser Gruppe zählen. Vielleicht ja Mary Stang-Cooke.
Über Nacht sind die Temperaturen gefallen, es weht ein frischer Wind auf Grand Island, einer Insel im Niagara nordwestlich von Buffalo. Trotzdem trägt Mary Stang-Cooke kurze Jeans und Sandalen. Wir treffen uns in einem öffentlichen Gebäude nahe des Highways. Dass das Interview mit der Frage beginnt, ob ihr nicht kalt sei, findet Stang-Cooke lustig. „No!“, ruft sie und wirft lachend den Kopf zurück. Am Vorabend war die 67-Jährige lange wach, weil sie noch Dill-Bohnen eingemacht hat. Das merkt man ihr nicht an, sie ist voller Energie.
Mary Stang-Cooke saß 22 Jahre für die Republikaner im Stadtrat von Grand Island, einer Gemeinde mit rund 22.000 Einwohner*innen. 2015 ging sie in den vorzeitigen Ruhestand. Wobei Ruhestand das falsche Wort ist. Sie pflegte ihren Vater, dann ihre Mutter. Sie half ihrem Stiefsohn, der ein Restaurant eröffnete. Sie liest einmal im Monat im Gottesdienst aus der Bibel vor und begleitet Familien bei Trauerfällen. „Ich habe zehn Enkel und eine Urenkelin.“ Sie hält kurz inne, zählt nach. „Nein, neun Enkel und eine wunderbare Urenkelin.“
Sie sei dankbar, dass in ihrer Zeit im Stadtrat die politischen Verhältnisse noch andere waren, ohne Social Media, „nicht so toxisch“. Mal hatten die Republikaner in Grand Island die Mehrheit, mal die Demokraten. „Um etwas zu erreichen, mussten wir Kompromisse aushandeln“, erzählt sie. Dass sich Demokraten und Republikaner in Washington seit Jahren gegenseitig blockieren, macht sie traurig. Stang-Cooke ist überzeugt: „Wenn du nicht miteinander reden kannst, bist du erledigt.“ Sie spricht sehr klar. Man kann sich vorstellen, dass sie eine harte, aber faire Verhandlungspartnerin war.
Mary Stang-Cooke will die verbalen Ausfälle des Präsidenten nicht verteidigen. „Da fehlen mir die Worte.“ Zu den Vorwürfen, dass er und sein Umfeld Insiderwissen nutzten für Börsengeschäfte, sagt sie: „Ja, und das ist nicht gut.“
Was Mary Stang-Cooke aber vor allem umtreibt, ist die Integrität des amerikanischen Wahlsystems. „Das ist ein riesiges Durcheinander. Es ist schwer, die Wahrheit zu erfahren. Irgendetwas stimmt nicht“, sagt sie. Sie glaube, dass viele Stimmzettel der Wahl 2020 gefälscht worden seien. Auf die Frage, ob es dafür Beweise gebe, sagt sie: „Es kommt darauf an, wen Sie fragen.“
Trump hat immer wieder behauptet, ihm sei die Wahl 2020 „gestohlen“ worden. Es gab sehr viele Überprüfungen. „Keine dieser Untersuchungen deckte den von Mr. Trump behaupteten umfassenden Wahlbetrug auf, der das Wahlergebnis beeinflusst haben soll“, schreibt die New York Times. Auch zuständige Republikaner sagten Trump, dass er mit seiner Behauptung falsch liege. Er hielt trotzdem daran fest, und viele in seiner Partei mit ihm.
Das hat Folgen. Die sichtbarste war sicherlich der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Sie sei „schockiert und bestürzt“ gewesen, als sie die Bilder sah, erzählt Mary Stang-Cooke. Die Aufarbeitung der Ereignisse damals kritisiert sie als undurchsichtig.
Samuel Cosmano
Die Diskussion um die Wahl 2020 wirkt auch langfristig nach. Eine Umfrage aus diesem Jahr ergab, dass 63 Prozent der republikanischen Wähler*innen glauben, die Wahl wurde „gestohlen“. 82 Prozent der republikanischen Wähler*innen sagten zudem, sie seien der Ansicht, dass bei US-Wahlen in großem Umfang betrügerische Stimmen von Nicht-Staatsbürgern abgegeben würden.
Nun sind die Wahlen in den USA sicher nicht fehlerfrei. Es gibt kein Einwohnermelderegister. Wer wählen will, muss sich erst registrieren lassen. Diese Listen müssen ständig aktualisiert werden – was nicht immer passiert. 2012 fand eine Studie des liberalen Thinktanks Pew Research Centers heraus, dass landesweit beinahe zwei Millionen Verstorbene in den Wählerregistern geführt wurden. Mary Stang-Cooke kümmert sich um das Haus eines kürzlich verstorbenen Freundes. Seine Wahlkarte sei vergangene Woche per Post gekommen. „Ich könnte ganz einfach für ihn abstimmen und niemand würde das merken.“ Sie erzählt, sie habe im Wahlkomitee Zugang zur Liste der registrierten Republikaner. „Selbst Leute, die weggezogen sind, stehen da noch jahrelang drauf.“
Die Verunsicherung ist groß, und nicht nur unter Anhänger*innen von Trump. Auch bei den Demokraten wünscht sich eine Mehrheit, dass alle Wähler*innen einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen sollten. In den USA wäre das nicht so leicht umzusetzen wie in Deutschland: Knapp jeder zehnte Amerikaner hat keinen Staatsbürgerschaftsnachweis. Eine solche Vorgabe würde diese Menschen, darunter viele Schwarze, von der Wahl ausschließen.
Mit seinem „Save America Act“ will Trump das Wahlsystem reformieren, zentralisieren und die Briefwahl erschweren. Die Demokraten befürchten dabei eine Manipulation der Listen, und auch seine eigenen Leute haben Einwände. Trump bekam das Gesetz bislang nicht durch den Kongress. Ein Dekret zur Einschränkung der Briefwahl stoppte der Oberste Gerichtshof im September.
„Ich will dem Wahlsystem wieder vertrauen können“, wünscht sich Mary Stang-Cooke. Sie hat den Eindruck, dass Trump – anders als die Demokraten – das Problem angeht. „Er ist in zwei Jahren weg. Aber ich hoffe, dass sich die Republikaner weiter um das Thema kümmern“, sagt sie. Bei den Midterms wird sie erneut für die Partei stimmen.
Der Streit um die Wahl 2020 polarisiert die amerikanische Gesellschaft bis heute. Die Geschichte zeige, „dass extreme Polarisierung für Demokratien tödlich sein kann“, schreiben Steven Levitsky und Daniel Ziblatt, Professoren für Regierungslehre in Harvard, in ihrem Buch „Wie Demokratien sterben“. Ihre Hauptthese ist, dass Demokratien nicht unbedingt mit einem Putsch oder einer Revolution zugrunde gehen, sondern in vielen kleinen Schritten.
Levitsky und Ziblatt veröffentlichten das Buch 2018, es wurde zu einem Klassiker. Liest man es heute, erscheint es wie ein Skript für vieles, was seitdem in den USA passiert ist.
Samuel Cosmano kommt mit leeren Plastikkanistern um die Ecke des Car Wash. Die Sonne scheint. Das sei gut fürs Geschäft, sagt er, die Leute wollen ihr Auto glänzen sehen. Mehrere SUVs stehen an diesem Mittag vor der Einfahrt des länglichen Backsteingebäudes Schlange. Eine Mitarbeiterin spritzt die Autos mit Wasser ab, ein anderer weist die Fahrer in die Spur ein. Die Wagen gleiten automatisch durch die Waschstraße, werden eingeseift, geschrubbt, geföhnt.
Für 32 Dollar im Monat kann man sein Auto so oft durch die Waschanlage fahren, wie man möchte. Das Abo sichert Cosmano feste Einkünfte, alles andere kommt on top. Etwa der Dog Wash: In dem schlichten Raum auf der anderen Seite des Gebäudes spuckt ein Automat für 10 Dollar die gewünschte Seife aus, man führt seinen Hund eine Rampe hoch und wäscht ihn dann in einer großen Metallwanne.
Samuel Cosmano sagt, das Geschäft mit dem Car Wash sei lange sehr gut gelaufen. „Aber jetzt stagniert es.“ Das ist nicht verwunderlich: Der Preis für eine Gallone Benzin liegt im US-Schnitt inzwischen bei über 4 Dollar. Anfang des Jahres kostete sie nur 2,68 Dollar. Wer schon beim Tanken knapsen muss, spart sich die Autowäsche.
Womit wir beim Irankrieg wären. Trump hatte im Wahlkampf versprochen, keine teuren Kriege im Ausland zu beginnen. Wieso dann der Angriff Ende Februar? „Er will verhindern, dass Iran Atomwaffen bekommt, und das ist richtig“, sagt Cosmano, aber begeistert klingt er nicht. Dass Trump vor einem Jahr noch meinte, die USA hätten die iranischen Atomanlagen vollständig zerstört, sieht er nicht als Widerspruch. „Da hat ihn vielleicht jemand falsch informiert.“
Cosmano glaubt auch nicht, dass das Benzin nur wegen des Irankriegs und der blockierten Straße von Hormus so teuer ist. „Die Mineralölkonzerne halten den Preis absichtlich hoch, um daran zu verdienen. Und sie wollen Trump vor den Midterms schaden.“ Dann holt er aus. Da gebe es ganz viel, was wir nicht wüssten. Amerika werde „von den Globalisten“ bedroht, sagt er, und Trump verteidige nur die amerikanische Souveränität.
Mit „Globalisten“ wird in Verschwörungserzählungen eine Art Elite beschrieben, die im Geheimen agiert und eine „neue Weltordnung“ errichten will. In rechtsextremen Kreisen gilt „Globalist“ als Codewort für Jüdinnen und Juden. Auch Trump hat mehrfach zum Kampf „gegen die Globalisten“ aufgerufen.
Offenbar hört Cosmano den Verschwörungspodcast doch nicht nur zum Spaß. Eine Randfigur ist er deswegen nicht. Wie in der Bar wird Samuel Cosmano auch beim Car Wash ständig gegrüßt. Er hat früher Kinder im Ort im Football trainiert und hilft heute bei der Freiwilligen Feuerwehr. Zweimal wird mir im Laufe dieser Tage gesteckt, er sei „der heimliche Bürgermeister“ von East Aurora. Das sagen seine Freunde, es ist übertrieben. Doch es zeigt, wie gut er vernetzt ist. Und auch mit seinen Ansichten ist er nicht allein. Bei einer Studie stimmten 4 von 5 Amerikaner*innen mindestens einer verschwörungsideologischen Aussage zu. Solche Inhalte erreichen über Social Media heute sehr schnell sehr viele Menschen, auch jene in the middle of the road.
Kurz darauf passiert etwas Überraschendes. Nach einem Lunch beim Mexikaner – es gibt Tacos und Frozen Margaritas –, sitzen wir an der Hauptstraße auf einer Bank. Als Samuel Cosmano hört, dass ich als Journalistin in Deutschland auch mit Politiker*innen zu tun hatte, jedoch nicht an die Existenz einer Elite glaube, die im Geheimen alle Fäden zieht, sagt er: „Ich bin froh, das zu hören.“ Kein Aber. Er wirkt fast erleichtert für den Moment.
Jen und Chris Griesbaum parken ihren Elektrowagen vor einem polnischen Restaurant. Drinnen suchen sie einen Tisch in der Ecke aus, damit wir in Ruhe sprechen können. Sie frühstücken samstags oft hier, Kartoffelpuffer mit Sour Cream und Bacon.
Jen Griesbaum managt eine Anwaltskanzlei, deren Anwältin nicht nur ihre beste Freundin ist, sondern auch Politikerin, sie vertritt die Demokraten im Landkreis. Obwohl Jen Griesbaum und ihr Mann „eingefleischte Republikaner“ sind, wie Bettina Gaus 2017 schrieb, organisiert Jen Griesbaum die politische Kampagne ihrer Freundin. „Würde ich in ihrem Wahlkreis wohnen, ich würde auf jeden Fall für sie stimmen.“ Jen Griesbaum spricht schnell und präzise und man denkt: Wenn jemand eine Kehrtwende gemacht hat, dann vielleicht sie.
Jen Griesbaum hat einiges auszusetzen an Trump. Dass er den Iran angegriffen hat, „obwohl der Iran keine Bedrohung darstellte“. Trumps fehlende Impulskontrolle kritisierte sie schon 2017. Während die Kellnerin den Kaffee nachschenkt, schimpft sie: „Er ist ein Bully. Er denkt, er kann tun und lassen, was er will, die anderen müssen hinter ihm aufräumen. Typisches Milliardärsverhalten.“
Dass Trump das Militär weiter aufrüsten will, um in „unruhigen Zeiten“ die Sicherheit des Landes zu gewährleisten, wie er sagt, findet Jen Griesbaum dagegen gut.
Und auch seine restriktive Migrationspolitik. „Präsident Biden hat die Grenzen geöffnet und alle reingelassen“, schiebt Chris Griesbaum dazwischen, die Angst vor einem Kontrollverlust klingt dabei mit. Er ist konservativer als sie. Doch dass die Migration begrenzt werden muss, diese Position teilen sie. „Ich bin nicht gegen Einwanderung. Wir stammen alle von Einwanderern ab“, sagt Jen Griesbaum. „Wir brauchen Menschen, die arbeiten wollen, ob sie nun Trauben pflücken oder künstliche Intelligenz entwickeln. Menschen, die das Land zu einem besseren und diverseren Ort machen.“ Die Zuwanderung müsse jedoch legal ablaufen, eine umfassende Reform sei nötig. „Was ich nicht will, ist Zuwanderung in die Sozialsysteme.“
Zu Beginn von Trumps Amtszeit wurden so wenige Migranten an der Grenze zu Mexiko aufgegriffen wie seit Jahrzehnten nicht, ergab eine Analyse des Pew Research Centers. Der Rückgang wird auf ein Abkommen mit Mexiko zurückgeführt, das noch Joe Biden verhandelt hat, sowie auf Verschärfungen der Demokraten. Und eben auf Trumps restriktive Migrationspolitik, an der Grenze wie im Inneren. In der öffentlichen Wahrnehmung werden die sinkenden Zahlen vor allem ihm zugeschrieben. Trump geht brutal gegen Migranten in den USA vor. Schätzungen zufolge wurden in seiner zweiten Amtszeit bislang 980.000 Menschen abgeschoben, eingerechnet die Menschen, die an der Grenze aufgegriffen wurden. Das ist mehr als unter der Biden-Regierung, aber weniger als unter Bill Clinton Anfang der 2000er Jahre.
Jen Griesbaum findet es richtig, dass kriminelle Ausländer ausfindig gemacht und außer Landes gebracht werden. Mit dem Vorgehen der Behörde ICE ist sie aber überhaupt nicht einverstanden. Die Razzien in Privatwohnungen und Büros hält sie für „falsch und rücksichtslos“. Die seien generell gegen „Nichtweiße“ gerichtet. „Sie verbreiten in der Bevölkerung Angst und Schrecken.“ Es gebe effektivere Methoden, um mit der Situation umzugehen.
Trump ist für Jen Griesbaum nur das kleinere Übel. Als Bill Clinton damals zur Wahl stand, habe sie für ihn gestimmt, erzählt sie. Aber so eine Alternative gebe es bei den Demokraten zurzeit nicht. Wie ihr Mann wird auch sie weiter die Republikaner wählen – zumindest vorerst. „Ich liebe Amerika. Im Grunde bin ich enttäuscht, dass unsere heutigen Politiker die besten sein sollen, die wir haben.“
Wobei – einen Politiker findet sie doch super, Außenminister Marco Rubio. Ginge es nach ihr, wird er Trump beerben, nicht J. D. Vance. Marco Rubio habe mehr Erfahrung, und er sei ausgeglichener. „Vielleicht könnte er als Kind kubanischer Einwanderer sogar die Einwanderungsprobleme lösen.“
Nicht nur Jen Griesbaum, auch Samuel Cosmano und Mary Stang-Cooke nennen Trumps Migrationspolitik als wichtigen Grund, warum sie wiederholt für ihn stimmten. Nun sind die USA durch Zuwanderung überhaupt erst entstanden, jede*r von ihnen stammt von Einwanderern ab. Woher kommt also diese starke Abwehr?
Die Politikwissenschaftler Steven Levitsky und Daniel Ziblatt führen das auf politische und demografische Verschiebungen zurück. Während des 20. Jahrhunderts waren die beiden großen Parteien demnach lange ideologisch breiter aufgestellt: Die Demokraten wurden nicht nur von Liberalen gewählt, sondern auch von konservativen weißen Südstaatlern. Bei den Republikanern wiederum fanden sich Konservative wieder, aber auch Liberale aus dem Nordwesten. Es gab inhaltliche Schnittmengen.
Mit der Bürgerrechtsbewegung, die Mitte der 60er ihren Höhepunkt erreichte, habe sich das verändert. Die Demokraten wurden zur Partei der Bürgerrechte, Liberale wählten sie, Schwarze, später auch Migrant*innen aus Lateinamerika und Asien. Die Republikaner versammelten dagegen weiße Konservative und evangelikale Christen. Die Parteien seien nach Herkunft und Religion getrennt, schreiben die beiden Autoren, „zwei stark polarisierende Themen, die mehr Intoleranz und Feindseligkeit schüren als traditionelle Politikthemen wie Steuern“.
Zwar stimmte 2024 mehr als die Hälfte der männlichen Latinos für Trump. Aber wie nachhaltig das ist, muss sich zeigen, viele äußern bereits ihre Enttäuschung.
1950 stellten Nichtweiße nur 10 Prozent der amerikanischen Bevölkerung, 2014 waren es bereits 38 Prozent, und nach Berechnungen der Demografen wird wohl 2044 die Mehrheit der Amerikaner nichtweiß sein, erläutern Levitsky und Ziblatt. „Die enorme Feindseligkeit, die zu einem Merkmal der amerikanischen Rechten geworden ist, ist zu einem guten Teil auf den Verlust des Mehrheitsstatus und den Kampf gegen diesen Absturz zurückzuführen.“
Bei Samuel Cosmano klingt das so: „Wenn wir überflutet werden von Einwanderern, bedroht das unsere westliche Lebensweise.“
Jen Griesbaum
Am Sonntag trägt East Aurora blau. Hemden, Basecaps, Socken: alles für das Footballteam Buffalo Bills. Statt sich zu grüßen sagt man: „Go Bills!“ Es geht gegen die New England Patriots, einen wichtigen Rivalen. Auch Stacey Cosmano, Samuels Frau, hat ein blaues Bills-Shirt an. Während das Spiel schon läuft, zeigen die beiden ihren Hof. In der Werkstatt stehen vier Rennautos in knalligen Farben. Samuel Cosmano ist früher Rennen gefahren, heute schraubt sein Sohn an den Wagen herum. Im Stall laufen zwei Pferde auf und ab. Kürzlich ist ein neu geborenes Kätzchen aus dem Heu gepurzelt, erzählt Samuel Cosmano. Es ist grau und hat nur drei Beine. Sie haben es Lieutenant Dan genannt, nach dem versehrten Kameraden von Forrest Gump.
Lieutenant Dan schlummert drinnen auf dem Sofa, der Trubel stört ihn nicht. Mitten im Wohnzimmer hängt ein Fernseher über einer selbst gezimmerten Bar. Blaue und weiße Gestalten mit breiten Schultern und Helm verkeilen sich auf dem Rasen ineinander.
Der Freund aus Kalifornien ist wieder abgereist. Es sei nett gewesen, erzählt Samuel Cosmano. Über Politik hätten sie einfach gar nicht geredet. Dafür stößt jetzt ein anderer Freund dazu, ein Strafverteidiger, auch er hat damals mit Bettina Gaus gesprochen. Er kommt direkt von einem Schießwettbewerb. Er hat eine neue Waffe, eine Krieghoff made in Germany, und kann deshalb gar nicht glauben, dass Schießen in Deutschland nicht verbreitet ist. Hier schon. Samuel Cosmano zeigt auf einen schwarzen Schrank an der Wand. 13 Waffen seien im Safe, sagt er. Stacey Cosmano erklärt: „Es sind auch Familienerbstücke dabei.“
Und während die Bills mit einer knappen Führung in die Pause gehen, unterhalten wir uns noch mal über Politik. Es ist nicht so, dass Samuel Cosmano und sein Freund Trumps Politik nicht auch kritisieren. Die wechselnden Zölle, das Vorgehen in der Grönlandfrage, die Epstein Files. Aber anderes ist ihnen wichtiger, etwa, dass Trump „die Grenze geschlossen hat“. Dass für ihn Amerika an erster Stelle stehe und er das Land gegen China und Kanada und welche Mächte auch immer verteidige. Cosmano sagt: „Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg. Wir sollten Kurs halten.“
Als die Bills wieder spielen, sagt Cosmanos Freund, dass auch er bei den Midterms für die Republikaner stimmen werde. Wie alle Gesprächspartner*innen dieser Recherche.
Im Frühjahr sagte Daniel Ziblatt dem <i>Spiegel</i>: „Die Vereinigten Staaten haben sich in den vergangenen Monaten stärker zu einem autoritären Regime entwickelt, als ich je erwartet hätte. Einen so breiten Angriff auf die Demokratie hat es in der Geschichte der USA noch nie gegeben.“
Sehen Cosmano und sein Freund, aber auch Mary Stang-Cooke und die Griesbaums das gar nicht? Wenn Trump versucht, Journalist*innen aus dem Weißen Haus zu schmeißen? Wenn er Urteile von Obersten Richtern kritisiert?
Samuel Cosmano sagt: „Die Medien behaupten, dass Trump die Demokratie untergräbt. Aber er will nur legale Wahlen.“
Mary Stang-Cooke antwortet auf die Frage, sie sehe das schon. „Aber Trump kann nichts tun, die Verfassung verhindert das. Soll er doch wüten.“
Chris Griesbaum denkt bei der Frage an Zohran Mamdani, den Bürgermeister von New York, er warnt vor dessen „Kommunismus“.
Jen Griesbaum ist überzeugt: „Wenn die Demokratie wirklich gefährdet wäre, gäbe es massive Unruhen und einen großen Kampf.“ Sie mache sich da keine Sorgen.
Vielleicht ist es so: Wenn die eigenen Leute demokratische Normen aushöhlen, findet man das nicht schlimm, sondern sogar notwendig zur Abwehr des politischen Gegners – von dem man meint, er halte sich selbst nicht an die Regeln. Wenn man etwa glaubt, dass die Wahlen 2020 gefälscht wurden, dann war das schon der große demokratische Bruch. Alles andere ist im Vergleich dazu nicht der Rede wert.
Mehrmals in diesen Tagen sagt Cosmano: „Die Medien bestimmen das Narrativ, und das Narrativ bestimmt die Empörung.“ Womit er recht hat.
Die Demokraten können bei den Midterms trotzdem besser abschneiden. Denn dafür müssen gar nicht ganz viele Republikaner plötzlich die verhassten Demokraten wählen. Wenn nur ein Teil von den „normalen“ Republikanern aus Unzufriedenheit Zu Hause bleibt, also statt abzustimmen einfach nichts tut, könnte das für einen blauen Sieg im Repräsentantenhaus schon reichen.
Im Wohnzimmer der Cosmanos wird es jetzt hektisch. Das Spiel läuft nur noch wenige Minuten. „Come on, Josh“, ruft Stacey Cosmano. Sie klatscht. „Da! Gut geworfen!“ Ein blauer Spieler drückt den Ball im hintersten Abschnitt des Spielfelds auf den Boden. Touchdown, 6 Punkte. „Unglaublich“, sagt Samuel Cosmano und schenkt Bier nach. Die Bills liegen 26:21 vorne.
Quarterback Josh Allen ist der Star der Bills. „Er ist supertalentiert, aber auch unberechenbar“, erklärt Stacey Cosmano. „Wenn er gut ist, ist er wirklich gut. Aber wenn er schlecht ist, ist er wirklich schlecht.“ „Wie Trump“, sagt Samuel Cosmano und lacht.
Den Patriots gelingt ein Touchdown. Josh Allen vergibt eine letzte Chance. „No, no, no, no, no“, jammert Stacey Cosmano. Die Zeit ist um. Endstand 26:29 für die Patriots.
Und 5:0 für die Republikaner.
Antje Lang-Lendorff, 48, ist Redakteurin der wochentaz. Sie mag Rehe, bunte Blätter und Tacos.
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