Feminismen und Trans*rechte: Tage mit Gender

Gender Studies im Plural: die Woche ist gefüllt mit Events zu Misogynie und rechtem Terror, transnationalen Dialogen und den Uni_sex Hochschultagen.

Ein Logo des Wissenschafttages #4genderstudies, der der Geschlechterforschung gewidmet ist

Weist den Wissenschaftstag der Geschlechterforschung aus: #4GenderStudies Foto: afg Berlin 2020 (sharepic)

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte zu Weihnachten, dann wäre das, dass alle Menschen gleich behandelt werden. Dass Herkunft und das, leider immer noch binär gedachte, Geschlecht einer Person und ihre sexuelle Orientierung keine Gründe mehr sind dafür, dass mensch stigmatisiert, unterdrückt, verletzt oder getötet wird.

Um die Geschichte, Sprache und Ideologie von „Involuntary Celibates “, einem gefährlichen Online-Kult innerhalb der kapitalistisch-patriarchalen Verhältnisse, geht es in der Online-Veranstaltung Frauenhass und rechter Terror: „Incels“ – Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults. Weltweit für Gewalt- und Terrorakte gegen Frauen* verantwortlich, gibt es wenig Profundes über diese sog. „Incels“. Die Publizistin und Autorin Veronika Kracher hat eine erste umfassende Darstellung und Analyse des Phänomens vorzulegen. Auch dabei sein wird Juliane Lang von der Universität Gießen und Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus (Mittwoch, 16. Dezember, 19:30 Uhr, Zugangsinformationen folgen nach der Anmeldung).

Um rassistische Strukturen im akademischen Kontext aus Perspektive der Gender Studies geht es in den Transnational Feminist Dialogues an der Freien Universität. Die Veranstaltung findet im Rahmen des 4. Wissenschaftstages #4GenderStudies statt, der dieses Jahr am und um den 18. Dezember herum an zahlreichen deutschen Universitäten mit unterschiedlichen Schwerpunkten steigt. Der Fokus in Berlin liegt auf rassistischen Strukturen, die die Wissenschaft und akademische Zweige formen. Sprecher:innen sind Encarnación Gutiérrez Rodriguez von der Justus-Liebig-Universität Gießen, Heidi Safia Mirza (Goldsmiths, University of London) und Shirley Anne Tate von der University of Alberta, Kanada (Donnestag, 17. Dezember, 16 Uhr, auf Englisch. Anmeldung erbeten).

Tag der Migration & Uni_sex Hochschultage

Am Tag der Migration, traditionell ebenfalls der 18. Dezember, gibt es eine Filmvorführung der ersten Schnittfassung von „Un Planeta“ von Isabel Calderón. Es geht um Lebenswelten zehn lateinamerikanischer Frauen in Berlin. Ein Film von Migrant:innen, mit- und füreinander. Ferner ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Dekolonialer Feminismus“, sowie ein Gespräch mit der Regisseurin geplant. Es wird simultan Deutsch und Spanisch übersetzt (Freitag, 18. Dezember, 17 Uhr, wer teilnehmen möchte, schreibt eine Mail an holalafi@gmail.com mit dem Betreff: „Anmeldung Puentes de Cultura“ Zugangsinformationen folgen nach Anmeldung).


Der taz plan erscheint auf taz.de/tazplan. Mehr Kulturtipps für Berlin in der Printausgabe der taz am Wochenende.

In einer Online-Veranstaltung an der Universität Hannover im Rahmen der vom Asta organisierten Uni_sex Hochschultage 2020 geht es darum, was es bedeutet trans* zu sein. Welche Hürden müssen in Deutschland überwunden werden, um das Wunschgeschlecht anstreben zu können? Bei der Veranstaltung Feminismus & Transsexualität spricht die Wirtschaftspsychologin Jana Krischewski. Sie hat selbst den Weg der Transition hinter sich und gestaltet aktiv das Leben der queeren Community an der Uni Hannover (Montag, 21. Dezember, facebook, 18:00 Uhr).

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Jahrgang 1984, Magistra Artium Kunstgeschichte/ Theaterwissenschaft, FU zu Berlin. Tätig für die taz seit 2011, Webentwicklung Consultant.

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