Familienticket der Deutschen Bahn: Höchstens zwei Erwachsene, mindestens ein Kind, 99 Euro
Die Bahn gibt Details ihres Sommerangebots für Familien bekannt. Derweil steht die wichtige Strecke zwischen Hamburg und Hannover kurz vor einer Sperrung.
dpa/taz | Die Deutsche Bahn verkauft ab Sonntag (14. Juni) die versprochenen Familientickets für den Sommer zu Festpreisen. Das Angebot gilt für Zugreisen in den Sommerferien zwischen dem 26. Juni und dem 14. September. Für eine Hin- und Rückfahrt kostet es pauschal 99,99 Euro für eine Familie, für eine einzelne Fahrt 59,99 Euro. Sitzplatzreservierungen sind inklusive.
Das Ticket gilt für maximal fünf Personen in der 2. Klasse, bis zu zwei Erwachsene (ab 15 Jahren) können mitreisen – und mindestens ein Kind muss dabei sein. Das Ticket werde bei der Onlinebuchung automatisch als Option angezeigt, wenn es für eine jeweilige Verbindung infrage kommt, teilte die DB am Donnerstag mit. Mehrere Hunderttausende Tickets würden bereitgestellt – wie viele für eine einzelne Verbindung verfügbar sind, hänge von der Auslastung der entsprechenden Züge ab. Sprich: Wenn Fernzüge generell voller sind, gibt es weniger Familientickets.
Die Pauschale gilt nur für Fernzüge. Wenn die Reise eine Fahrt mit dem Regionalzug beinhaltet, kommen Kosten hinzu: 44 Euro bei Hin- und Rückfahrt, 22 Euro bei einer einfachen Fahrt.
Davon abgesehen kämpft die Bahn weiterhin mit Schwachstellen im Schienennetz. Auf einer der Großbaustellen, auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover, steht nun eine Sperrung ab dem 14. Juni bevor. Fern- und Güterzüge werden umgeleitet. Im Regionalverkehr gilt ein Ersatzkonzept mit Bussen und einzelnen Zugangeboten auf Teilstrecken.
Strecke Berlin–Hamburg öffnet wieder
Die Bahn will dort Gleise, Weichen, Oberleitungen und Weichenheizungen erneuern. Die Bauarbeiten begannen am 1. Mai; schon seitdem ist das Stück zwischen Celle und Hannover gesperrt.
Die Arbeiten an der gesamten Strecke zwischen Hamburg und Hannover sind bis 10. Juli angesetzt. Nach DB-Angaben liegt die Auslastung dort bei bis zu 147 Prozent – die Trasse ist also überbelegt. Sie ist für den Fernverkehr wichtig und besonders für den Güterverkehr. Der Hamburger Hafen wird mit Süddeutschland und dem europäischen Ausland verbunden.
Die Trasse zwischen Hamburg und Berlin hingegen ist ab Sonntag wieder befahrbar – gut sechs Wochen später als ursprünglich versprochen. FlixTrain, DB-Konkurrenz im Fernverkehr, will ab dann mehr Fahrten auf der Strecke anbieten: Freitag und Sonntag sollen Flix-Züge im Zweistundentakt zwischen den Metropolen fahren. Dort lief seit dem 1. August 2025 eine der großangelegten Korridorsanierungen der Deutschen Bahn.
Das von der Bahntochter DB InfraGo und Ex-Verkehrsminister Volker Wissing ersonnene Konzept der Korridorsanierung zielt darauf ab, gut 40 viel befahrene Strecken generalzuüberholen – und dafür eine Weile komplett zu sperren. Zunächst waren die Sanierungen bis 2030 geplant, inzwischen hat die Bahn auf 2035 verlängert.
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