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Exleibwächter sagt in Hamburg aus

Früherer Bodyguard des Terroristenchefs sah Angeklagten Motassadeq bei Bin Laden

HAMBURG dpa ■ Ein früherer Leibwächter von Ussama Bin Laden hat den Angeklagten im Hamburger Al-Qaida-Prozess, Mounir al-Motassadeq, mit dem Führer des Terrornetzwerkes in Afghanistan gesehen. In einem Ausbildungslager der al-Qaida bei Kandahar habe Bin Laden in einer Moschee Hetzreden gegen Amerika gehalten, al-Motassadeq sei unter den Zuhörern gewesen, sagte der 25-jährige Zeuge gestern vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht. Der Angeklagte hatte vor Gericht zwar eingeräumt, zu einer Schießausbildung in Afghanistan gewesen zu sein, jedes Zusammentreffen mit Bin Laden aber bestritten.

Motassadeq soll als Vertrauter des Todespiloten Mohammed Atta in die Planung der Anschläge in den USA eingebunden gewesen sein. Er wird der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zum Mord in mehr als 3.000 Fällen beschuldigt.

Der aus Jordanien stammende Zeuge sitzt gegenwärtig in deutscher Untersuchungshaft. Er soll als Mitglied der Terrorgruppe al-Tawhid einen Terroranschlag in Deutschland geplant haben. Nach seiner Aussage hätten Bin-Laden-Vorträge in dem Lager auch der ideologischen Schulung gedient. Bin Laden habe erklärt: „Wir werden Amerika an der Wirbelsäule treffen.“