Einigung im Kita-Tarifstreit: Verbesserungen für Sozialarbeiter
Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich im Kita-Tarifkonflikt geeinigt. Neue Streiks in Kindertagesstätten sind damit abgewendet.
dpa/afp | Eltern in Deutschland werden aller Voraussicht nach von neuen Kita-Streiks verschont. Nach sieben Monaten erzielten die Gewerkschaften und die kommunalen Arbeitgeber einen Durchbruch im Tarifstreit um die Erzieherinnen und Sozialarbeiter.
„Insgesamt bringt das Ergebnis für das Gros der Beschäftigten Verbesserungen“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Mittwoch in Hannover. Der Gewerkschaftsbasis werde die Annahme empfohlen. Neue Kita-Streiks wären damit abgewendet.
Verbesserungen sind vor allem für jüngere Erzieherinnen und Sozialarbeiter vorgesehen. Vollzeitbeschäftigte sollen zwischen 93 und 138 Euro mehr im Monat erhalten. Die Bundestarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kommt am Freitag in Fulda zusammen, um ein Votum zu der Einigung abzugeben. Die kommunalen Arbeitgeber bezifferten die Mehrkosten durch das Ergebnis auf 315 Millionen Euro.
Die Mitglieder von Verdi und der ebenfalls an den Verhandlungen beteiligten Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatten einen Ende Juni vorgelegten Schlichterspruch jeweils mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Empfehlungen der Schlichter lagen deutlich unter den Forderungen der Gewerkschaften. Diese verlangten für die 240.000 Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdiensts neue Eingruppierungsregeln und Tätigkeitsmerkmale, was ihren Angaben nach letztlich zu im Schnitt zehn Prozent mehr Gehalt führen sollte.
Vor der Schlichtung hatte es bereits wochenlange Streiks in Kindertagesstätten und anderen sozialen Einrichtungen gegeben. Die Gewerkschaften drohten nach Ablehnung des Schlichterspruchs durch ihre Mitglieder wiederholt mit weiteren Arbeitsniederlegungen, falls die Arbeitgeber nicht zu Nachbesserungen bereit seien.
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