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EU-Innenminister zur FlüchtlingsquoteErneut gescheitert

Wo sollen 60.000 Flüchtlinge in Europa unterkommen? Eine scheinbar einfache Frage konnten die EU-Staaten erneut nicht beantworten.

dpa/afp | Den EU-Staaten ist es nicht gelungen, sich vollständig auf die Verteilung Zehntausender Flüchtlinge in Europa zu einigen. „Wir sind noch nicht ganz da, wo wir ursprünglich hatten sein wollten“, sagte die deutsche Staatssekretärin Emily Haber nach einem Sondertreffen der EU-Innenminister am Montag in Brüssel. Dennoch werde mit der auf zwei Jahre angelegten Verteilung nun begonnen. Über die fehlenden Zusagen für das kommende Jahr werde dann nochmals im Oktober oder November verhandelt.

Allerdings verständigten sich die EU-Innenminister am Montag in Brüssel auf die Verteilung von 54.760 Migranten, wie die luxemburgische EU-Vertretung über Twitter erklärte. Das Land führt derzeit den Vorsitz im Kreis der EU-Staaten.

Dabei sollen 22 504 Menschen aus Ländern außerhalb der EU aufgenommen werden. Hier geht es um Flüchtlinge aus Lagern nahe der syrischen Grenze. Weitere 32 256 Migranten sollen aus den Mittelmeer- Ankunftsländern Italien und Griechenland auf andere EU-Länder verteilt werden. „Zusätzliche Anstrengungen nötig bis Jahresende“, teilte die luxemburgische Vertretung mit.

Das Sondertreffen am Montag war nötig geworden, nachdem eine Einigung Anfang Juni gescheitert war. Damals war die Verteilung von insgesamt 60.000 Flüchtlingen auf alle EU-Staaten beschlossen worden. Unproblematisch war dabei die Aufnahme von 20.000 Menschen aus Flüchtlingslagern in Konfliktgebieten durch die EU-Staaten. Nicht genug Zusagen fanden sich aber für die Umverteilung von 40.000 Flüchtlingen, die bereits in den Mittelmeerländern Italien und Griechenland sind.

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3 Kommentare

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  • Sieht aus, als müsste die Zeit, die vor dem Start des Euro (Schengen etc.) eingespart wurde durch "klare Ansagen" und devote Unterwerfung, nun doch aufgewendet werden. Bloß, dass man sie nun eigentlich gar nicht mehr hat.

  • Die weit wichtigere Frage ist - wo sollen die 60 Millionen Flüchtlinge unterkommen, die derzeit weltweit auf der Flucht sind, weil die "Weltgemeinschaft" versagt!

    • @Richard Kotlarski:

      Da habe ich Vorschläge: USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Brasilien, Argentinien, Russland, China, Indien, Pakistan. Japan, Thailand, Taiwan, Indonesien, Saudi-Arabien, Golf-Emirate, Mongolei, Norwegen, Israel, Island...von diesen Ländern mit teilweise riesigen Landflächen hat bisher keins auch nur einen Mittelmerflüchtling oder Syrer aufgenommen.